Generative Components

///// Generative Components

Zur Bearbeitung des Entwurfs werden im Seminar die Grundlagen von GC (Generative Components) als Tool zur Erzeugung und Steuerung des Entwurfsprozesses vermittelt.
Generative Components ist ein Werkzeug zur Erzeugung eines parametrischen Modells durch die Erstellung und Berücksichtigung einer Vielzahl von Einflussgrößen, zwischen denen in der Entstehung und Differenzierung des Systems vermittelt wird und die durch unterschiedliche Hierarchisierung und Gewichtung von Entwurfskriterien definiert werden.

Termine: voraussichtlich 18. – 20.04.09
Ort: C-Pool, BS4/ 7.OG

Teilnahmeempfehlung:
Dieses Angebot richtet sich ausschließlich an TeilnehmerInnen des städtebaulichen Entwurfs ‘low rise – high density’. Diese nehmen automatisch teil.

 

Medienwerkstatt, LN Aufbaukurs

///// Medienwekstatt, Aufbaukurs

Aufbaukurs 3dStudio: In der Medienwerkstatt II werden spezifische Fähigkeiten unterschiedlicher Medienanwendungen sowie Kenntnisse zum digitalen Modelling  vermittelt, die bei der Ausarbeitung struktureller und räumlicher Prinzipien sowie der atmosphärischen Darstellung Anwendung finden sollen. Der Workflow zwischen Pixel-, Vektor- und Render- basierten Programmen vertiefend behandelt.

Termine: 2. Semesterhälfte 11.05., 13.05., 20.05., 25.05., 27.05., 10.06., 17.06.
(ggf. ein Ausweichtermin am 08.6 oder 15.6.)
Zeit: jeweils Mittwochs bzw. Mittwochs von 10.00 – 13.00h
Ort: C-Pool, BS4/ 7.OG
Lehrbeauftragter: Matthias Nagel

Teilnahme: Dieses Angebot ist ein Aufbaukurs und richtet sich an Studierende mit vorhandenem Grundlagenwissen (3dStudio Max), z.B. durch Teilnahme an den LN Kursen der vorlesungsfreien Zeit WS08/09 oder vergleichbare Vorkenntnisse.

Bei Teilnahme an den beiden Lehrveranstaltungen LN Grund- und Aufbaukurs der Medienwerkstatt können diese bei entsprechender Abgabe wahlweise auch als Wahlpflichtfach anerkannt werden.

Medienwerkstatt, LN Grundkurs

///// Medienwekstatt, Grundkurs

Grundkurs 3dStudio: In der Medienwerkstatt I werden die Grundlagen unterschiedlicher Medienanwendungen sowie Kenntnisse zum digitalen Modelling vermittelt, die bei der Ausarbeitung struktureller und räumlicher Prinzipien sowie der atmosphärischen Darstellung Anwendung finden.

Termine: : 01.04., and 06.04., 08.04., 15.04., 20.04., 22.04., 29.04.
(ggf. ein Ausweichtermin am 04.05. oder 06.5.)
Zeit: jeweils Mittwochs bzw. Montags von 10.00 – 13.00h
Ort: C-Pool, BS4/ 7.OG
Lehrbeauftragter: Matthias Nagel

 

AutoCAD Workshops

///// AutoCAD Tutorial-Workshops | Bachelor-Studiengang

2. Semesterhälfte

In den fünftägigen Tutorial-Workshops werden die Grundlagen des Arbeitens mit dem CAD-Programm AutoCAD von der Erstellung von Architekturzeichnungen bis hin zum Plotergebnis vermittelt. Darüber hinaus wird der intelligente Workflow zwischen Pixel-, Vektor- und Render- basierten Programmen behandelt.

Termine:
Weitere Informationen zu diesem Angebot gibt es bei der Informationsveranstaltung am Donnerstag, den 03.04. um 11.30Uhr.

Die Bekanntgabe der Termine erfolgt zu Beginn der vorlesungsfreien Zeit am Institut. Listen zur Eintragung für dieses Angebot liegen im Anschluß daran im Sekretariat bereit.

Anerkennung:
1 LP im Modul SQ, Pflichtfach – 8 LP, Überfachliche Qualifikationen bzw. Fügra

Teilnahmeempfehlung:
Dieses Angebot richtet sich an alle Studierenden des 2.+4. Sem. Bachelor-Studiengang

Medienwerkstatt, LN Aufbaukurs

///// Medienwerkstatt, LN Aufbaukurs

2. Semesterhälfte [Vorlesungsfreie Zeit]

Aufbaukurs 3dStudio:In der Medienwerkstatt II werden spezifische Fähigkeiten unterschiedlicher Medienanwendungen sowie Kenntnisse zum digitalen Modelling vermittelt, die bei der Ausarbeitung struktureller und räumlicher Prinzipien sowie der atmosphärischen Darstellung Anwendung finden sollen. Der Workflow zwischen Pixel-, Vektor- und Render- basierten Programmen vertiefend behandelt.

Termine: 5 Termine in der 41./42. KW (5.10.- 16.10.)
Zeit: an den Terminen jeweils von 10.00 – 13.00h, an 2 Terminen zusätzl. von 14.00-17.00h. Die genauen Termine werden zu Beginn der vorlesungsfreien Zeit bekannt gegeben.

Ort: C-Pool, BS4/ 7.OG
Lehrbeauftragter: Matthias Nagel

Teilnahmeempfehlung:
Dieses Angebot ist ein Aufbaukurs und richtet sich an Studierende mit vorhandenem Grundlagenwissen (3dStudio Max), z.B. durch Teilnahme an den LN Kursen der vorlesungsfreien Zeit WS08/09 oder vergleichbare Vorkenntnisse.

Bei Teilnahme an den beiden Lehrveranstaltungen LN Grund- und Aufbaukurs der Medienwerkstatt können diese bei entsprechender Abgabe wahlweise auch als Wahlpflichtfach anerkannt werden.

 

Medienwerkstatt, LN Grundkurs

///// Medienwerkstatt, LN Grundkurs

2. Semesterhälfte [Vorlesungsfreie Zeit]

Grundkurs 3dStudio: In der Medienwerkstatt I werden die Grundlagen unterschiedlicher Medienanwendungen sowie Kenntnisse zum digitalen Modelling vermittelt, die bei der Ausarbeitung struktureller und räumlicher Prinzipien sowie der atmosphärischen Darstellung Anwendung finden.

Kompaktkurs: 5 Termine in der 40./41. KW (28.9.- 9.10.)
Zeit: an den Terminen jeweils von 10.00 – 13.00h, an 2 Terminen zusätzl. von 14.00-17.00h. Die genauen Termine werden zu Beginn der vorlesungsfreien Zeit bekannt gegeben.

Ort: C-Pool, BS4/ 7.OG
Lehrbeauftragter: Matthias Nagel

 

60 sec BS

///// Bachelor-Stegreif: 60 sec BS

Unsere Wahrnehmung des komplexen und dynamischen Systems „Stadt“ setzt sich aus einer Vielzahl von Eindrücken zusammen. Dabei üben beim Erleben von Stadträumen nicht nur visuelle Reize Einfluss auf uns aus. Auch Geräusche, Gerüche, der Wechsel von Licht und Schatten und weitere Komponenten spielen hierbei eine Rolle und fügen sich in unserer Wahrnehmung zu einem Gesamtbild zusammen.

///// Aufgabenstellung

Aufgabe ist, aus dieser Überlagerung von Eindrücken die auditive Wahrnehmung herauszufiltern, diese in eine abstrakte Grafik umzusetzen und daraus wiederum eine Raumfolge zu generieren.

porta barcelona | diplom 09

Barcelona   |   Barcelona, die Metropole Kataloniens befindet sich in einem dynamischen Entwicklungsprozess. Dieser Prozess des Wandels drückt sich durch eine aktive Stadtentwicklungspolitik, zahlreiche städtebauliche Großprojekte und eine Vielzahl ambitionierter Einzelarchitekturen aus.

Das aktuelle Stadtbild Barcelonas ist durch eine Synthese aus historischer Stadtentwicklung und modernen Restrukturierungsprozessen determiniert. Die Voraussetzungen hierfür gründen in Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen: Mit dem Übergang zur Demokratie nach dem Tod Francos und der darauf folgenden Selbstverwaltung der Region Katalonien und der Stadt Barcelona startet ein Transformationsprozess, der bis heute anhält.
Ziel dieses flexiblen Transformationsprozesses ist die permanente Stadterneuerung, das Neudenken von Stadtquartieren und die Steigerung der Lebensqualität.

Aufgabe   |   Als Tor zu Barcelona soll die Rolle des westlichen Stadteingangs, am Beginn zweier die Stadtstruktur bestimmenden Straßenzüge, neu definiert werden. Es soll ein stark verdichtetes Stück Stadt mit experimentellem Charakter entworfen werden, welches dem Anspruch eines lebendigen Stadtteils mit starker Identität nachkommt. Das Entwurfskonzept soll auf die exponierte Lage im städtischen Gefüge in eigenständiger und unverwechselbarer Weise reagieren und so die Nachfrage nach hochwertigem Wohn- und Arbeitsraum in Barcelona beantworten. Hierfür können sowohl horizontale Verdichtungsformen, die durch ihre inherente Gliederung Marken setzen, als auch vertikale Akzente innerhalb der städtischen Struktur entwickelt werden.

Programm   |   Den programmatischen Schwerpunkt bildet eine intelligente und räumlich markante Verknüpfung von Arbeiten und Leben. Gesucht werden Lösungen/Strategien für unterschiedlichste Wohn- und Arbeitswelten, die außerhalb der etablierten und tradierten Muster entwickelt werden.

Abgabeleistungen   |   Der Entwurf wird im Maßstab 1 : 1000 dargestellt. Ein repräsentativer Teilbereich wird architektonisch im Maßstab 1:500 vertiefend bearbeitet. Diagrammatische und atmosphärische Darstellungen geben Einblicke in die neuen Lebenswelten.

Publikationen

///// Beiträge in “architektur nullneun – Jahrbuch Architektur 2009, Technische Universität Braunschweig”

Hrsg. Department Architektur, Technische Universität Braunschweig
Appelhans Verlag, Braunschweig 2009
ISBN 978-3-937664-99-6

///// Futures of Cities – Principles Congress Competition

IFHP Ranko Radovi? Student Competition 2007,
1. Preis: André Schmid & Jonathan Nestler
Hrsg. The Royal Danish Academy of Fine Arts School of Architecture Publishers
September 2008, ISBN 978-87-87136-81-5

///// Dream City oder Städtebau und konzeptionelles Entwerfen

In Landschaft – Architektur- Kunst – Design
Hrsg. Eberhard Eckerle u. Joachim Wolschke-Bulmahn
2006, ISBN 3-89975-076-4

///// ZeitRaum

Forschungsprojekt am Institut für Städtebau und Landschaftsplanung, TU Braunschweig
Braunschweiger Zeitung 30.09.2003

///// [hap]16, Entwurfshypothesen Bremen Hohentorshafen

Hrsg. Institut für Städtebau und Landschaftsplanung
Prof. Uwe Brederlau, Dipl.-Ing. Petra Wollenberg, Dipl.-Ing. Hassan Hamza
ISBN 3-00-009222-6, 2002

///// Access for All, Wien

Hrsg. Institut für Städtebau und Landschaftsplanung
Prof. Uwe Brederlau, Dipl.-Ing. Hassan Hamza,
Dipl.-Ing. Anna Cathrin Jureit, Dipl.-Ing. Georg Krüger
Entwurfsreader am Institut erhältlich

///// Tore zur Stadt der Wissenschaft, Braunschweig

Hrsg. Institut für Städtebau und Landschaftsplanung
Prof. Uwe Brederlau, Dipl.-Ing. Hassan Hamza,
Dipl.-Ing. Anna Cathrin Jureit, Dipl.-Ing. Georg Krüger
Entwurfsreader am Institut erhältlich

///// Zurück in die Zukunft, Medienwerkstatt

Hrsg. Institut für Städtebau und Landschaftsplanung
Prof. Uwe Brederlau, Dipl.-Ing. Hassan Hamza, Dipl.-Ing. Anna Cathrin Jureit
Seminarreader am Institut erhältlich

///// Hochhäuser für Wien, Wien

Hrsg. Institut für Städtebau und Landschaftsplanung
Prof. Uwe Brederlau, Dipl.-Ing. Hassan Hamza, Dipl.-Ing. Petra Wollenberg
Entwurfsreader am Institut erhältlich

///// RiverSideLiving, Moskau

Hrsg. Institut für Städtebau und Landschaftsplanung
Prof. Uwe Brederlau, Dipl.-Ing. Hassan Hamza, Dipl.-Ing. Anna Cathrin Jureit
Entwurfsreader am Institut erhältlich

///// urban velocity, Hannover – Döhren

Hrsg. Institut für Städtebau und Landschaftsplanung
Prof. Uwe Brederlau, Dipl.-Ing. Hassan Hamza, Dipl.-Ing. Petra Wollenberg
Entwurfsreader am Institut erhältlich

///// nichts ist natürlich, Venedig

Hrsg. Institut für Städtebau und Landschaftsplanung
Prof. Uwe Brederlau, Dipl.-Ing. Hassan Hamza
Entwurfsreader am Institut erhältlich

///// urban life lab, producing the city of the future?, Rostock

Hrsg. Institut für Städtebau und Landschaftsplanung
Prof. Uwe Brederlau, Dipl.-Ing. Hassan Hamza,
Dipl.-Ing. Anna Cathrin Jureit, Dipl.-Ing. Georg Krüger
Seminarreader am Institut erhältlich

Eins +C

///// Einführung

Die Studierenden des Grundstudiums (3./4. Sem.) nähern sich dem Artefakt Stadt über eine Folge mehrerer Übungen, in denen individuelle Wahrnehmungen von Stadt entwickelt werden sollen. Ziel ist es, die Studierenden in die Lage zu versetzen, die komplexen und dynamischen Systeme der „Stadt“ lesen, bewerten und in sie eingreifen zu können. Im Vordergrund der Untersuchungen steht dabei die Frage nach den Identitäten der Städte im globalen Kontext. Welche Zeitepochen und welche Eigenschaften entscheiden über die Bilder einer Stadt? Wie wird der Begriff Identität im Zusammenhang mit einer Stadt definiert? Hierbei werden globale und regionale, private und öffentliche Aspekte, wie auch die Begriffspaare Stadt und Land, Zentrum und Peripherie, Form und Raum, Wachstum und Schrumpfung sowie Raum und Aktivität unter veränderten gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen detailliert betrachtet.

///// Urbane Identitäten

Der Einstieg der Studierenden (drittes Semester) in den Städtebau ist unter das Thema „Urbane Identitäten“ gestellt. In einer ersten Übung (warming up) wird nach den persönlichen „Top 3 Cities of the World“ gefragt (WS04/05). Diese können sowohl reale Städte sein, aber auch Stadtvisionen aus Film, Theater, Literatur und Malerei. Die Studierenden zeigen uns in diesem Aufgabenteil Städte in vergleichender Darstellung, die sie beeindrucken, faszinieren, aufregen oder verwirren.

 

///// Stadtporträt

In einem weiteren Schritt entwerfen die Studierenden ein mehrschichtiges, filmisches Stadtporträt, beispielsweise von Braunschweig. Wie ein Maler in einem Porträt (Bildnis) seine persönliche Wahrnehmung des Subjekts zeigt, wird nach dem persönlich wahrgenommenen Bild des gegenwärtigen Zustands der Stadt gefragt. Die Studierenden stellen ein optisches und akustisches Porträt einer Stadt (im WS 05/06 z.B. von Wolfsburg) her. Es ist freigestellt, ob dabei eine Geschichte (Handlung) erzählt wird, mit „Akteuren“ und/oder einem Erzähler gearbeitet oder nur Szenen des städtischen Geschehens gezeigt werden. Es entstehen Filme mit unterschiedlichen filmischen Einstellungsgrößen (Detail, Nah, Halbtotal, Total, Panorama/Weit) und Zeitfaktoren (Zoom in, Zoom out, Cut, Schärfe, Unschärfe) von ca. zwei Minuten Länge. Ziel ist das Herausarbeiten und Darstellen der spezifischen Eigenschaften, Charakterzüge und Potenziale der jeweiligen Stadt. Fertigkeiten im Umgang mit CAD-, Bildbearbeitungs-, Filmschnitt- und Darstellungsprogrammen erlernen die Studierenden integrativ.

///// ort versus un-ort

In einem weiteren Teilschritt untersuchen sie zwei artifizielle Orte beispielsweise im Stadtgebiet von Braunschweig: der eine Ort ist ein Ort, der positiv bewertet wird, während der zweite ein Ort mit negativ definierten Eigenschaften ist. Als Kriterien müssen diese Orte Grenzen aufweisen, d.h. sie müssen räumlich definiert sein, die Orte können Innen- oder Außenräume sein, sie müssen öffentlich erlebbar, zugänglich sein. Mit dieser Aufgabe wird die ästhetische Wahrnehmung angesprochen, d.h. eine sinnliche (sensitive) Wahrnehmung von Orten.

Orte sind als besondere Stellen im Raum zu verstehen. Handlungen und Ereignisse sind untrennbar mit einem spezifischen Ort verbunden, sie finden nicht ortlos statt. Atmosphären spezifischer Orte werden durch ein Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren erzeugt. Für die Studierenden des dritten Semesters sind zunächst Innenräume, Stadträume und landschaftliche Räume von Relevanz. Sie verstehen, dass erst durch die subjektive Erfahrung ein Ort eine persönliche Bedeutung bekommt, und dass die Begriffe Atmosphäre und Raum untrennbar mit Orten verbunden sind. Sie bedingen sich gegenseitig, Raum ist ohne Atmosphäre nicht möglich, ebenso umgekehrt. Die in den vorausgegangenen Übungen angesprochenen Erinnerungsbilder, die jeder Mensch mit sich trägt, sind auch für diesen Aufgabenteil wesentlich.

///// Analyse

Städte setzen sich aus verschiedenen, sich überlagernden Teilbereichen und zeitlichen Schichten zusammen. Das fragmentarische Gefüge enthält sowohl Brüche, Diskontinuitäten und Widersprüche wie auch homogene Entwicklungen. Um die Komplexität des urbanen Systems besser zu verstehen, werden seine Teile isoliert betrachtet. Durch die Zuordnung zu spezifischen, klar definierten Themen werden die Studierenden zu Experten in den jeweiligen Bereichen. Untersucht werden Programm und Aktivitäten, Stadtquartiere, Baustrukturen bzw. Stadtfelder, Gebäudetypologien, Grün- und Freiräume, sozialer und psychologischer Raum. Die Ergebnisse werden in einer Gesamtschau dokumentiert. Ziel dieser Übung ist es, die Stadt in Ihrer Vielschichtigkeit wahrzunehmen, zu analysieren, zu kommunizieren und zu bewerten.

///// Stadtidentität – Hypothese

Mit dieser Aufgabe sollen, ausgehend von der Analyse der Stadtschichten, Szenarien möglicher „neuer“ Identitäten einer vorgegebenen Stadt (Beispiel Braunschweig) erarbeitet werden. Im ersten Schritt werden existente Mängel/Defizite und mögliche Qualitäten/Potentiale einer von den Studierenden gewählten Stadtschicht festgestellt. Die erkannten Potentiale sollen in Form von Hypothesen in Hinsicht auf die „neue“ Identität formuliert und in ein abstraktes Modell umgesetzt werden.

In einem zweiten Schritt wird die neue Identität präzisiert. Ziel dieser Aufgabe ist für die neue Identität ist eine prägnante Idee, ein spannendes Szenario zu entwickeln, es stellt eine Vorübung für das konzeptionelle, städtebauliche Entwerfen dar. Gefragt sind radikale und visionäre Konzepte.Urbanes Projekt
Das Urbane Projekt wird als prozessorientierter Entwurf begriffen, der sich über das vierte Semester erstreckt. Variierende Teilübungen führen an das städtebauliche Entwerfen heran. Das Erkennen einer räumlichen Struktur und deren Transformation in eine stadträumliche Situation soll ein Verständnis für den städtischen Maßstab und die Organisationselemente einer Stadt vermitteln.

///// Struktur und Raumfolge

Im ersten Teil dieser Übung werden die räumlichen Strukturen, verstanden als das Zusammenwirken von Baukörpern und Freiräumen, untersucht. Eine von den Studierenden gewählte Struktur dient als Grundlage für die Organisation von Masse (Gebäude) und Leere (Freiraum) im städtebaulichen Entwurf. Sie suchen sich eine Struktur aus der Natur, Kunst oder weiteren Bereichen, die ihnen für die Organisation von Raum in einem städtebaulichen Maßstab geeignet erscheint. Anschließend übersetzen sie die erkannten Charakteristika in ein dreidimensionales, physisches Modell.

Im zweiten Teil dieser Übung soll eine spannungsvolle Raumfolge aus der zuvor gewählten Struktur erkannt werden. Die Studierenden extrahieren aus der gefundenen Struktur eine aussagekräftige Raumfolge in einem größeren Maßstab und übersetzten diese wiederum in ein dreidimensionales Modell. Ziel ist das Erkennen und Bewerten von Strukturen und Raum, Rhythmus, Proportion, Dimensionen, Richtung, Sequenz und Choreografie als mögliche Eigenschaften von Raumfolgen.

Die Wahrnehmung einer Raumfolge ist zwingend mit der Bewegung des Betrachters verbunden. Die Studierenden werden in die Lage versetzt, die wichtigsten Eigenschaften (linear – radial, kontinuierlich – diskontinuierlich, etc.) der extrahierten Raumfolge zu beschreiben, zu abstrahieren und zu reflektieren.

///// Adaption und Applikation

Bekannte, vorhandene städtebauliche Entwürfe werden in d. Übung maßstäblich auf ein vorgegebenes Entwurfsareal appliziert. Es werden bewusst einige Aspekte (Entstehungsprozess, soziale und philosophische Hintergründe, Kontext) dieser Entwürfe ausgeblendet. Der Fokus liegt auf den morphologische Aussagen. Die vorgegebenen Entwürfe, genauer deren morphologischen Aussagen (Baukörper und Freiräume), werden von den Studierenden auf das Planareal appliziert. In dieser Versuchsanordnung entsteht sehr schnell ein Verständnis für städtebauliche Dimensionen und Maßstäbe, wenn auch zunächst noch nicht gänzlich reflektiert. Die Studierenden lernen, Aussage und Essenz der Vorlage zu erkennen und zu bewerten.

///// Entwurf

Im Vorfeld hat eine Analyse verschiedene Aspekte zu einem vorgegebenen Entwurfsprogramm und zum stadträumlichen Kontext deutlich gemacht. Die Studierenden werden ermutigt, eine selbstbewusste Haltung gegenüber der Umgebung einzunehmen. Für die gewählten Aktivitäten sollen sie ein interessantes, spannendes und qualitativ hochwertiges räumliches Ensemble entwickeln. Wichtiges Kriterium ist das qualitätvolle Zusammenspiel von Aktivitäten, Baustrukturen und Freiräumen.
Intention der Entwurfsaufgaben ist die Gestaltung einer identitätsreichen, städtebaulichen und architektonischen Form. Dazu fragen die Studierenden gezielt Parameter nach Grenzen und Übergängen, Innen und Außen, die Verknüpfung von Architektur, Infrastruktur und Landschaft, die öffentlichen und die privaten Räume ab. Dabei werden sie in die Lage versetzt, mit raumgenerierenden Strategien (Faltung, Schichtung, Serie, Stapelung, Kontraktion, Subtraktion, Wiederholung, Faltung, Ein- und Ausstülpung, Skalierung, Sequenz) zu arbeiten.
Wesentliches Element während der Entwurfsbearbeitung ist die Bewegung der Nutzer / Akteure durch den erdachten städtischen Raum (Wegeführung / Szenografie / Choreografie) und das Entwickeln einer möglichst großen Vielfalt von Raumgefügen (kontinuierliche und isolierte Räume, Raumflüsse, private und öffentliche Räume). Ebenso wird der räumliche Ausdruck, Organisation und Form des Programms sowie das Verhältnis der Räume untereinander und zum menschlichen Körper (Maßstab) überprüft.
Für die Entwurfsarbeit und zur Kommunikation der ersten Konzeptideen ist der Computer unverzichtbares Medium. Die StudentInnen lernen den Rechner nicht nur während des Modeling und zum Visualisieren einzusetzen, sondern auch zum strukturierten Arbeiten und während der Konzeptionsphase des Entwurfs. Die Art der jeweils gestellten Entwurfsaufgaben forciert einen permanenten Wechsel von analoger zu digitaler Arbeitsmethode und von Modell- zu Computerskizze.

Veröffentlicht in:

Dream City oder Städtebau und konzeptionelles Entwerfen
In Landschaft – Architektur- Kunst – Design

Hrsg. Eberhard Eckerle u. Joachim Wolschke-Bulmahn
2006, ISBN 3-89975-076-4

Urban Life Lab

Sebastian Kaus, Fahim Mohammadi

Parametrisches Entwerfen im Städtebau

New York, Neu-Delhi, Mexiko-City… – Urbanität hat viele Gesichter. Jede Stadt hat ihre eigenen Identitäten, Stärken und Herausforderungen. Die Qualitäten städtischer Räume hängen von vielen Faktoren ab: So sind es z. Bsp. die Gebäudedichte, die Größe und Anzahl der Freiräume oder die Breiten der Transiträume, die die Morphologie von Stadt bedeutend beeinflussen. Die Gestalt von Stadt wird geprägt von der Zusammensetzung und der Gewichtung dieser Faktoren. Im vorliegenden Seminar begreifen wir diese Faktoren als Parameter. Innerhalb eines städtischen Systems oder entwurflichen Konzeptes sollen bestimmte Variablen offen für Veränderungen bleiben: Welches sind die entscheidenden Parameter für eine urbane, qualitätvolle und lebenswerte Stadtgestaltung?

Um darauf Antworten zu finden, untersuchen wir zunächst bestehende Stadtordnungsprinzipien auf die sie charakterisierenden Parameter. In Referaten soll das komplexe Thema anhand von konkreten außergewöhnlichen Stadtbeispielen analysiert, interpretiert und anschließend im Seminar diskutiert werden.

Anschließend werden im Stegreif die gewonnenen Erkenntnisse experimentell umgesetzt und eine Stadtstruktur entwickelt, die visionär den zuvor definierten Parametern entspricht.
Die digitale Weiterentwicklung und Auslotung der Stegreif-Erkenntnisse erfolgt in der das Seminar begleitenden Medienwerkstatt. Hier wird die Zusammensetzung und Gewichtung der Parameter in verschiedenen Szenarien getestet. Ziel ist die Generierung einer spannungsvollen urbanen Raumtransformation.

Parametrisches Entwerfen im Städtebau

Forschungsinhalt ist die Analyse, Nutzung, Anwendung und Weiterentwicklung innovativer, rechnerbasierter Entwurfsmethodiken für die Entwicklung nachhaltiger urbaner Prozesse und Strukturen.
Besonderes Interesse gilt dabei programmierbaren Raumstrukturen, die im Hinblick auf ihre Eignung für die (Ressourcen-) Optimierung im städtebaulichen Entwurf untersucht werden.

Aspekte der Stadtstruktur wie Dichte, Erschließung, Infrastruktur, Funktionen, Form und Raum sowie Typologie sind parametrisierbar. Durch generative Planungsprozesse für nachhaltige Stadtstrukturenwicklungskonzepte sollen diese als definierte Variable permanent angepasst und verändert werden können. Die bereits vereinzelt im Hochbau genutzten Instrumente der Parametrisierung sollen für das Entwerfen im städtebaulichen Kontext und Maßstab eingesetzt werden. Dabei ist eine Übertragbarkeit der Ansätze hinsichtlich Topografie und Ökologie auf jeweils anders geartete stadträumliche Situationen angestrebt. Die Strategien des neuen Entwurfswerkzeugs sollen prinzipiell ortlos funktionieren und flexibel auf unterschiedliche urbane Räume reagieren können. Zusätzlich zur theoretischen Auseinandersetzung mit dem Themenfeld des generativen bzw. parametrischen Entwerfens im Städtebau erfolgt eine Überlagerung der neuen Entwurfsmethodik mit konkreten und zeitgemäßen städtebaulichen Aufgabenstellungen.

///// Dichtestudie unterschiedlicher sonnenstandsoptimierter Bautypen

am Beispiel von Barcelona (Cerda-Raster)

///// Verschattungsstudie zur Optimierung von Stadtstrukturen

Forschungsteam

Univ. – Prof. Uwe Brederlau
Florian Holik
Anna – Cathrin Jureit
Silke Lubahn

Redmolen+Sundmolen

København: Redmolen+Sundmolen

Innerhalb der urbanen Stadtstruktur Kopenhagens soll auf dem Nordhafenareal die Rolle der beiden Molen Redmolen und Sundmolen neu definiert werden. Es ist eine intelligente Strategie zu entwickeln, durch die ein vitaler Stadtteil mit unverwechselbarem, einmaligem Charakter und starker Identität entsteht.  Mit einer hohen baulichen Dichte und konzentrierten Außenräumen soll die Nachfrage nach unkonventionellem und hochwertigem Wohnraum in Kopenhagen in innenstadtnaher Lage beantwortet werden, der auf vielfältige Weise den Bezug der Nutzungen zum Außenraum formuliert. Die Neuplanung bietet die Chance, durch die Hafenbecken eine qualitätvolle und spannungsreiche visuelle Inszenierung des Quartiers in seiner Gesamtheit zu erzeugen.

Die pulsierende Metropolregion “Øresundregion“, die Kopenhagen zusammen mit Lund und Malmö bildet, ist mit ihren 3,6 Mio. Einwohnern die Schnittstelle zwischen den Skandinavischen Staaten und dem übrigen Europa. Kopenhagen als Hauptstadt Dänemarks nimmt in dieser Region eine Sonderrolle ein, die durch den Bau der Verbindung über den Øresund noch verstärkt wurde. Dank stetigem Zuzug vor allem von AkademikerInnen, kreativen Köpfen, Studenten und zahlreichen Betrieben befindet sich die Stadt in einem Wachstumsprozess. Dem Anspruch an eine moderne europäische Metropolregion wird Kopenhagen durch eine vitale und intensive Stadtentwicklung der letzten Jahre gerecht: So kommen zu den Kopenhagener Klassikern der Architektur des 20. Jahrhunderts eine Vielzahl ambitionierter Einzelarchitekturen und die innovative Entwicklung zahlreicher innenstadtnaher Areale hinzu. Innenstadtnahe Hafenareale stehen für Stadterweiterungen zunehmend zur Verfügung, da die bisher industriellen Nutzungen an diesen zentralen Stellen sukzessive aufgegeben oder an andere Hafenstandorte ausgelagert werden. Dabei entwickelt sich der Hafen immer mehr vom Verkehr- und Handelsschwerpunkt zum kulturellen und gesellschaftlichen Zentrum der Stadt. Verstärkt sucht dabei die Stadt die Nähe zum und die Auseinandersetzung mit dem Wasser; zahlreiche (Wohn-) Projekte am Wasser zeugen von der Dynamik dieser Entwicklung in den letzten Jahren.

Neben einer starken Nachfrage nach Wohnraum insgesamt besteht in den letzten Jahren in Kopenhagen eine erweiterte Nachfrage nach Wohnformen auf kleinerer Fläche, die den Nutzer zeitlich nicht binden. Die Hauptnutzergruppen dieser Entwicklung sind in der Regel Paare oder kleine Familien und Singles, die für den begrenzten Zeitraum weniger Jahre eine Bleibe in Kopenhagen suchen. In Kombination mit Büro- und Gewerbeflächen (Ateliers, Loftbüros, Produktion) sind z.B. kompaktere Einheiten, die als „Nomadenhotel“, „Appartementtower“ oder „internationales Gästehaus“ genutzt werden, denkbar. So genannte „Boarding Häuser“ oder geeignete Appartementhäuser können separat den Nutzern zusätzlich zur Wohnnutzung zentrale Arbeits- oder Konferenzräume bieten. Sowohl zu diesen Wohn- und Arbeitsformen als auch zu den dazugehörigen Serviceeinrichtungen sollen Konzepte entwickelt werden, die im Sinne eines integrierten Gesamtkonzeptes ineinander greifen und sich ergänzen.

Lars Köhn