{"id":10768,"date":"2026-03-10T08:01:00","date_gmt":"2026-03-10T07:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/?p=10768"},"modified":"2026-03-10T17:28:08","modified_gmt":"2026-03-10T16:28:08","slug":"10768","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/?p=10768","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"\n<p><strong>POST DYSTOPIA \u2013 Die Stadt nach der Krise<\/strong> Kurzzeitentwurf + Seminar<\/p>\n\n\n\n<p>Bl\u00fchende Nachbarschaften zwischen ausrangierten U-Bahn-Wagons in einem futuristischen Brooklyn, pionierhafte Siedlungen unter sch\u00fctzenden Kuppeln im ewigen Eis oder eine vom noch jungen Sozialismus gef\u00e4rbte Industriestadt in der nun die Arbeiter \u2013 nicht mehr die Arbeit- &nbsp;im Fokus stehen. Dies sind nur drei Beispiele von urbanen Utopien wie sie zahlreich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte und Jahrhunderte von Architekturschaffenden formuliert wurden. Die Motive dieser Entw\u00fcrfe variieren von der Vision einer Gesellschaft, die den Klimawandel abgewendet hat, \u00fcber die konstruktiven M\u00f6glichkeiten des technologischen Fortschritts, bis hin zum Drang nach politischen und gesellschaftlichen Ver\u00e4nderungen im Frankreich des fr\u00fchen 20. Jahrhunderts. Der Blick auf die Gegenwart l\u00e4sst kollektive Visionen vergleichbarer Gr\u00f6\u00dfenordnung scheinbar vermissen \u2013 dabei m\u00fcsste der von multiplen Krisen gepr\u00e4gte Zeitgeist ein ebenso breites thematisches Spektrum an Fragestellungen er\u00f6ffnen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der aktuellen Auflage des Modules wollen wir gemeinsam den Blick auf eine m\u00f6gliche Zukunft nach diesen Krisen richten. Was w\u00e4re, wenn es uns tats\u00e4chlich gelingt die gegenw\u00e4rtigen Krisen zu meistern? Wie w\u00fcrden unsere St\u00e4dte nach \u00dcberwindung von Kriegen, Ungleichheit, Klimawandel oder Desinformation aussehen? Welche Potentiale lie\u00dfen sich hierdurch freilegen, um den urbanen Raum und dessen Nutzung zu transformieren?<\/p>\n\n\n\n<p>Ziel des Moduls ist es somit, die Methodik der Gedankenexperimente utopischer Entw\u00fcrfe wieder aufzunehmen und eigene Utopien in st\u00e4dtebaulichen Ma\u00dfst\u00e4ben zu entwickeln. Die Auseinandersetzung mit einer selbstgew\u00e4hlten aktuellen Problemstellung und deren narrativer L\u00f6sung bildet dabei Grundlage und roten Faden in der Erz\u00e4hlung der Utopie.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur tiefergehenden inhaltlichen Auseinandersetzung werden im Seminarteil des Moduls zun\u00e4chst Ursprung und Definition des Begriffs Utopie er\u00f6rtert, gefolgt von der Analyse verschiedener Referenzprojekte wie den eingangs Genannten vom amerikanischen K\u00fcnstler Olalekan Jeyifous, Leichtbau-Pionier Frei Otto oder dem sozialistischen Vordenker Tony Garnier. Erg\u00e4nzt wird die Analyse um weitere Projekte von u.a. Lebbeus Woods, den japanischen Metabolisten oder Paolo Soleri.<\/p>\n\n\n\n<p>Im anschlie\u00dfenden Teil, dem Kompaktentwurf, gilt es sich eine eigene Problemstellung inkl. zuk\u00fcnftigem L\u00f6sungsszenario zu suchen und eine utopische Idee f\u00fcr die Stadt nach der Krise zu formulieren. Der Fokus liegt hierbei auf dem Ausformulieren eines klaren Konzepts, welches durch eine starke Erz\u00e4hlung in Plan und Modell begleitet werden soll. Praktische Zw\u00e4nge r\u00fccken in den Hintergrund, um dem Gedankenexperiment den notwendigen Freiraum zu geben:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eToday, it is utopian just to believe that things won\u2019t get worse. [\u2026], humanity has capabilities like never before, but those with the power lack ambition to make any of the changes that seem so desperately necessary. Perhaps some architectural utopianism wouldn\u2019t be such a bad thing.\u201d<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">&#8211; Douglas Murphy in \u201cLast Futures\u201d<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Termine:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>13.05. Pr\u00e4sentation Seminarergebnisse<\/p>\n\n\n\n<p>10.06. Kolloquium KE<\/p>\n\n\n\n<p>01.07. Pr\u00e4sentation KE<\/p>\n\n\n\n<p>Die w\u00f6chentlichen Seminar-\/Korrekturzeiten finden ebenfalls mittwochs \u2013 vorwiegend vormittags \u2013 statt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Organisatorisches:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Modul gliedert sich in einen Seminar- und einen Entwurfsteil, beide Teile k\u00f6nnen nur zusammen belegt werden. Die Bearbeitung des Entwurfsteils kann in Einzel- oder Partnerarbeit erfolgen, insbesondere f\u00fcr Bachelorstudierende wird eine Bearbeitung in Partnerarbeit jedoch nachdr\u00fccklich empfohlen. F\u00fcr die Partnerarbeit reicht es aus, wenn eine Person im Team einen Platz zugelost bekommt. Die Anmeldung muss zwingend \u00fcber TuConnect erfolgen und dient der Registrierung beim Pr\u00fcfungsamt. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Ansprechpartner<br>Eicke Janas<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>POST DYSTOPIA \u2013 Die Stadt nach der Krise Kurzzeitentwurf + Seminar Bl\u00fchende Nachbarschaften zwischen ausrangierten U-Bahn-Wagons in einem futuristischen Brooklyn, pionierhafte Siedlungen unter sch\u00fctzenden Kuppeln im ewigen Eis oder eine vom noch jungen Sozialismus gef\u00e4rbte Industriestadt in der nun die Arbeiter \u2013 nicht mehr die Arbeit- &nbsp;im Fokus stehen. 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