{"id":50,"date":"2008-12-04T20:51:34","date_gmt":"2008-12-04T19:51:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/?p=50"},"modified":"2018-01-11T15:29:37","modified_gmt":"2018-01-11T14:29:37","slug":"eins-c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/?p=50","title":{"rendered":"Eins +C"},"content":{"rendered":"<p>\/\/\/\/\/ Einf\u00fchrung<\/p>\n<p>Die Studierenden des Grundstudiums (3.\/4. Sem.) n\u00e4hern sich dem Artefakt Stadt \u00fcber eine Folge mehrerer \u00dcbungen, in denen individuelle Wahrnehmungen von Stadt entwickelt werden sollen. Ziel ist es,&nbsp;die Studierenden in die Lage zu versetzen, die komplexen und dynamischen Systeme der \u201eStadt\u201c lesen, bewerten und in sie eingreifen zu k\u00f6nnen. Im Vordergrund der Untersuchungen steht dabei die Frage nach den Identit\u00e4ten der St\u00e4dte im globalen Kontext. Welche Zeitepochen und welche Eigenschaften entscheiden \u00fcber die Bilder einer Stadt? Wie wird der Begriff Identit\u00e4t im Zusammenhang mit einer Stadt definiert? Hierbei werden globale und regionale, private und \u00f6ffentliche Aspekte, wie auch die Begriffspaare Stadt und Land, Zentrum und Peripherie, Form und Raum, Wachstum und Schrumpfung sowie Raum und Aktivit\u00e4t unter ver\u00e4nderten gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen detailliert betrachtet.<\/p>\n<p>\/\/\/\/\/ Urbane Identit\u00e4ten<\/p>\n<p>Der Einstieg der Studierenden (drittes Semester) in den St\u00e4dtebau ist unter das Thema \u201eUrbane Identit\u00e4ten\u201c gestellt. In einer ersten \u00dcbung (warming up) wird nach den pers\u00f6nlichen \u201eTop 3 Cities of the World\u201c gefragt (WS04\/05). Diese k\u00f6nnen sowohl reale St\u00e4dte sein, aber auch Stadtvisionen aus Film, Theater, Literatur und Malerei. Die Studierenden zeigen uns in diesem Aufgabenteil St\u00e4dte in vergleichender Darstellung, die sie beeindrucken, faszinieren, aufregen oder verwirren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-270\" title=\"eins-c-04\" src=\"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/eins-c-04.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"177\"><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id='gallery-2' class='gallery galleryid-50 gallery-columns-3 gallery-size-medium'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/?attachment_id=7249'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/01-300x225.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/01-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/01.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/?attachment_id=7250'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/02-300x225.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/02-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/02.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/?attachment_id=7251'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/03-300x225.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/03-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/03.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/?attachment_id=7252'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/04-300x225.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/04-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/04.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/?attachment_id=7253'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/05-300x225.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/05-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/05.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/?attachment_id=7254'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/06-300x225.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/06-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/06.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p>\/\/\/\/\/ Stadtportr\u00e4t<\/p>\n<p>In einem weiteren Schritt entwerfen die Studierenden ein mehrschichtiges, filmisches Stadtportr\u00e4t, beispielsweise von Braunschweig. Wie ein Maler in einem Portr\u00e4t (Bildnis) seine pers\u00f6nliche Wahrnehmung des Subjekts zeigt, wird nach dem pers\u00f6nlich wahrgenommenen Bild des gegenw\u00e4rtigen Zustands der Stadt gefragt. Die Studierenden stellen ein optisches und akustisches Portr\u00e4t einer Stadt (im WS 05\/06 z.B. von Wolfsburg) her. Es ist freigestellt, ob dabei eine Geschichte (Handlung) erz\u00e4hlt wird, mit \u201eAkteuren\u201c und\/oder einem Erz\u00e4hler gearbeitet oder nur Szenen des st\u00e4dtischen Geschehens gezeigt werden. Es entstehen Filme mit unterschiedlichen filmischen Einstellungsgr\u00f6\u00dfen (Detail, Nah, Halbtotal, Total, Panorama\/Weit) und Zeitfaktoren (Zoom in, Zoom out, Cut, Sch\u00e4rfe, Unsch\u00e4rfe) von ca. zwei Minuten L\u00e4nge. Ziel ist das Herausarbeiten und Darstellen der spezifischen Eigenschaften, Charakterz\u00fcge und Potenziale der jeweiligen Stadt. Fertigkeiten im Umgang mit CAD-, Bildbearbeitungs-, Filmschnitt- und Darstellungsprogrammen erlernen die Studierenden integrativ.<\/p>\n<p>\/\/\/\/\/ ort versus un-ort<\/p>\n<p>In einem weiteren Teilschritt untersuchen sie zwei artifizielle Orte beispielsweise im Stadtgebiet von Braunschweig: der eine Ort ist ein Ort, der positiv bewertet wird, w\u00e4hrend der zweite ein Ort mit negativ definierten Eigenschaften ist. Als Kriterien m\u00fcssen diese Orte Grenzen aufweisen, d.h. sie m\u00fcssen r\u00e4umlich definiert sein, die Orte k\u00f6nnen Innen- oder Au\u00dfenr\u00e4ume sein, sie m\u00fcssen \u00f6ffentlich erlebbar, zug\u00e4nglich sein. Mit dieser Aufgabe wird die \u00e4sthetische Wahrnehmung angesprochen, d.h. eine sinnliche (sensitive) Wahrnehmung von Orten.<\/p>\n<p>Orte sind als besondere Stellen im Raum zu verstehen. Handlungen und Ereignisse sind untrennbar mit einem spezifischen Ort verbunden, sie finden nicht ortlos statt. Atmosph\u00e4ren spezifischer Orte werden durch ein Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren erzeugt. F\u00fcr die Studierenden des dritten Semesters sind zun\u00e4chst Innenr\u00e4ume, Stadtr\u00e4ume und landschaftliche R\u00e4ume von Relevanz. Sie verstehen, dass erst durch die subjektive Erfahrung ein Ort eine pers\u00f6nliche Bedeutung bekommt, und dass die Begriffe Atmosph\u00e4re und Raum untrennbar mit Orten verbunden sind. Sie bedingen sich gegenseitig, Raum ist ohne Atmosph\u00e4re nicht m\u00f6glich, ebenso umgekehrt. Die in den vorausgegangenen \u00dcbungen angesprochenen Erinnerungsbilder, die jeder Mensch mit sich tr\u00e4gt, sind auch f\u00fcr diesen Aufgabenteil wesentlich.<\/p>\n<p>\/\/\/\/\/ Analyse<\/p>\n<p>St\u00e4dte setzen sich aus verschiedenen, sich \u00fcberlagernden Teilbereichen und zeitlichen Schichten zusammen. Das fragmentarische Gef\u00fcge enth\u00e4lt sowohl Br\u00fcche, Diskontinuit\u00e4ten und Widerspr\u00fcche wie auch homogene Entwicklungen. Um die Komplexit\u00e4t des urbanen Systems besser zu verstehen, werden seine Teile isoliert betrachtet. Durch die Zuordnung zu spezifischen, klar definierten Themen werden die Studierenden zu Experten in den jeweiligen Bereichen. Untersucht werden Programm und Aktivit\u00e4ten, Stadtquartiere, Baustrukturen bzw. Stadtfelder, Geb\u00e4udetypologien, Gr\u00fcn- und Freir\u00e4ume, sozialer und psychologischer Raum. Die Ergebnisse werden in einer Gesamtschau dokumentiert. Ziel dieser \u00dcbung ist es, die Stadt in Ihrer Vielschichtigkeit wahrzunehmen, zu analysieren, zu kommunizieren und zu bewerten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-317\" title=\"Analyse Eins+C\" src=\"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/eins-c-021.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"514\" srcset=\"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/eins-c-021.jpg 1000w, https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/eins-c-021-300x256.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>\/\/\/\/\/ Stadtidentit\u00e4t &#8211; Hypothese<\/p>\n<p>Mit dieser Aufgabe sollen, ausgehend von der Analyse der Stadtschichten, Szenarien m\u00f6glicher \u201eneuer\u201c Identit\u00e4ten einer vorgegebenen Stadt (Beispiel Braunschweig) erarbeitet werden. Im ersten Schritt werden existente M\u00e4ngel\/Defizite und m\u00f6gliche Qualit\u00e4ten\/Potentiale einer von den Studierenden gew\u00e4hlten Stadtschicht festgestellt. Die erkannten Potentiale sollen in Form von Hypothesen in Hinsicht auf die \u201eneue\u201c Identit\u00e4t formuliert und in ein abstraktes Modell umgesetzt werden.<\/p>\n<p>In einem zweiten Schritt wird die neue Identit\u00e4t pr\u00e4zisiert. Ziel dieser Aufgabe ist f\u00fcr die neue Identit\u00e4t ist eine pr\u00e4gnante Idee, ein spannendes Szenario zu entwickeln, es stellt eine Vor\u00fcbung f\u00fcr das konzeptionelle, st\u00e4dtebauliche Entwerfen dar. Gefragt sind radikale und vision\u00e4re Konzepte.Urbanes Projekt<br \/>\nDas Urbane Projekt wird als prozessorientierter Entwurf begriffen, der sich \u00fcber das vierte Semester erstreckt. Variierende Teil\u00fcbungen f\u00fchren an das st\u00e4dtebauliche Entwerfen heran. Das Erkennen einer r\u00e4umlichen Struktur und deren Transformation in eine stadtr\u00e4umliche Situation soll ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr den st\u00e4dtischen Ma\u00dfstab und die Organisationselemente einer Stadt vermitteln.<\/p>\n<p>\/\/\/\/\/ Struktur und Raumfolge<\/p>\n<p>Im ersten Teil dieser \u00dcbung werden die r\u00e4umlichen Strukturen, verstanden als das Zusammenwirken von Bauk\u00f6rpern und Freir\u00e4umen, untersucht. Eine von den Studierenden gew\u00e4hlte Struktur dient als Grundlage f\u00fcr die Organisation von Masse (Geb\u00e4ude) und Leere (Freiraum) im st\u00e4dtebaulichen Entwurf. Sie suchen sich eine Struktur aus der Natur, Kunst oder weiteren Bereichen, die ihnen f\u00fcr die Organisation von Raum in einem st\u00e4dtebaulichen Ma\u00dfstab geeignet erscheint. Anschlie\u00dfend \u00fcbersetzen sie die erkannten Charakteristika in ein dreidimensionales, physisches Modell.<\/p>\n<p>Im zweiten Teil dieser \u00dcbung soll eine spannungsvolle Raumfolge aus der zuvor gew\u00e4hlten Struktur erkannt werden. Die Studierenden extrahieren aus der gefundenen Struktur eine aussagekr\u00e4ftige Raumfolge in einem gr\u00f6\u00dferen Ma\u00dfstab und \u00fcbersetzten diese wiederum in ein dreidimensionales Modell. Ziel ist das Erkennen und Bewerten von Strukturen und Raum, Rhythmus, Proportion, Dimensionen, Richtung, Sequenz und Choreografie als m\u00f6gliche Eigenschaften von Raumfolgen.<\/p>\n<p>Die Wahrnehmung einer Raumfolge ist zwingend mit der Bewegung des Betrachters verbunden. Die Studierenden werden in die Lage versetzt, die wichtigsten Eigenschaften (linear &#8211; radial, kontinuierlich &#8211; diskontinuierlich, etc.) der extrahierten Raumfolge zu beschreiben, zu abstrahieren und zu reflektieren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1025\" title=\"eins-c-02\" src=\"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/eins-c-02.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"306\" srcset=\"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/eins-c-02.jpg 1000w, https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/eins-c-02-300x153.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>\/\/\/\/\/ Adaption und Applikation<\/p>\n<p>Bekannte, vorhandene st\u00e4dtebauliche Entw\u00fcrfe werden in d. \u00dcbung ma\u00dfst\u00e4blich auf ein vorgegebenes Entwurfsareal appliziert. Es werden bewusst einige Aspekte (Entstehungsprozess, soziale und philosophische Hintergr\u00fcnde, Kontext) dieser Entw\u00fcrfe ausgeblendet. Der Fokus liegt auf den morphologische Aussagen. Die vorgegebenen Entw\u00fcrfe, genauer deren morphologischen Aussagen (Bauk\u00f6rper und Freir\u00e4ume), werden von den Studierenden auf das Planareal appliziert. In dieser Versuchsanordnung entsteht sehr schnell ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr st\u00e4dtebauliche Dimensionen und Ma\u00dfst\u00e4be, wenn auch zun\u00e4chst noch nicht g\u00e4nzlich reflektiert. Die Studierenden lernen, Aussage und Essenz der Vorlage zu erkennen und zu bewerten.<\/p>\n<p>\/\/\/\/\/ Entwurf<\/p>\n<p>Im Vorfeld hat eine Analyse verschiedene Aspekte zu einem vorgegebenen Entwurfsprogramm und zum stadtr\u00e4umlichen Kontext deutlich gemacht. Die Studierenden werden ermutigt, eine selbstbewusste Haltung gegen\u00fcber der Umgebung einzunehmen. F\u00fcr die gew\u00e4hlten Aktivit\u00e4ten sollen sie ein interessantes, spannendes und qualitativ hochwertiges r\u00e4umliches Ensemble entwickeln. Wichtiges Kriterium ist das qualit\u00e4tvolle Zusammenspiel von Aktivit\u00e4ten, Baustrukturen und Freir\u00e4umen.<br \/>\nIntention der Entwurfsaufgaben ist die Gestaltung einer identit\u00e4tsreichen, st\u00e4dtebaulichen und architektonischen Form. Dazu fragen die Studierenden gezielt Parameter nach Grenzen und \u00dcberg\u00e4ngen, Innen und Au\u00dfen, die Verkn\u00fcpfung von Architektur, Infrastruktur und Landschaft, die \u00f6ffentlichen und die privaten R\u00e4ume ab. Dabei werden sie in die Lage versetzt, mit raumgenerierenden Strategien (Faltung, Schichtung, Serie, Stapelung, Kontraktion, Subtraktion, Wiederholung, Faltung, Ein- und Ausst\u00fclpung, Skalierung, Sequenz) zu arbeiten.<br \/>\nWesentliches Element w\u00e4hrend der Entwurfsbearbeitung ist die Bewegung der Nutzer \/ Akteure durch den erdachten st\u00e4dtischen Raum (Wegef\u00fchrung \/ Szenografie \/ Choreografie) und das Entwickeln einer m\u00f6glichst gro\u00dfen Vielfalt von Raumgef\u00fcgen (kontinuierliche und isolierte R\u00e4ume, Raumfl\u00fcsse, private und \u00f6ffentliche R\u00e4ume). Ebenso wird der r\u00e4umliche Ausdruck, Organisation und Form des Programms sowie das Verh\u00e4ltnis der R\u00e4ume untereinander und zum menschlichen K\u00f6rper (Ma\u00dfstab) \u00fcberpr\u00fcft.<br \/>\nF\u00fcr die Entwurfsarbeit und zur Kommunikation der ersten Konzeptideen ist der Computer unverzichtbares Medium. Die StudentInnen lernen den Rechner nicht nur w\u00e4hrend des Modeling und zum Visualisieren einzusetzen, sondern auch zum strukturierten Arbeiten und w\u00e4hrend der Konzeptionsphase des Entwurfs. Die Art der jeweils gestellten Entwurfsaufgaben forciert einen permanenten Wechsel von analoger zu digitaler Arbeitsmethode und von Modell- zu Computerskizze.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-268\" title=\"eins+c 03\" src=\"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/eins-c-03.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"255\"><\/p>\n<p>Ver\u00f6ffentlicht in:<\/p>\n<p>Dream City oder St\u00e4dtebau und konzeptionelles Entwerfen<br \/>\nIn Landschaft \u2013 Architektur- Kunst \u2013 Design<\/p>\n<p>Hrsg. Eberhard Eckerle u. Joachim Wolschke-Bulmahn<br \/>\n2006, ISBN 3-89975-076-4<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\/\/\/\/\/ Einf\u00fchrung Die Studierenden des Grundstudiums (3.\/4. Sem.) n\u00e4hern sich dem Artefakt Stadt \u00fcber eine Folge mehrerer \u00dcbungen, in denen individuelle Wahrnehmungen von Stadt entwickelt werden sollen. Ziel ist es,&nbsp;die Studierenden in die Lage zu versetzen, die komplexen und dynamischen Systeme der \u201eStadt\u201c lesen, bewerten und in sie eingreifen zu k\u00f6nnen. Im Vordergrund der Untersuchungen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/?p=50\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eEins +C\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[116,114],"class_list":["post-50","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lehre","tag-eins-c","tag-ws0809"],"geo":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=50"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7255,"href":"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50\/revisions\/7255"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=50"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=50"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=50"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}