{"id":9106,"date":"2021-03-25T12:27:00","date_gmt":"2021-03-25T11:27:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/?p=9106"},"modified":"2024-05-02T10:44:54","modified_gmt":"2024-05-02T08:44:54","slug":"orte-des-gemeinschaffens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tu-braunschweig-isl.de\/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK\/?p=9106","title":{"rendered":"Orte des Gemeinschaffens"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Entdeckung einer selbstgemachten Stadt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Einige Typologien und Nutzungsarten sind im Architekturstudium und in der Praxis gut bekannt: Von dem Block im Wohnungsbau bis zu einem B\u00fcroturm k\u00f6nnen wir Nutzungen sowie Grenzen zwischen privat und \u00f6ffentlich meist gut definieren. Zumindest auf dem Papier. Im realen Stadtraum entwickeln sich Zwischennutzungen, spontane Umwidmungen und flie\u00dfende Transformationen. Und es entstehen Nutzungsarten, die nicht vorgesehen waren, die niemals geplant werden k\u00f6nnten: Oft aus der Not heraus, meist im Sinne des Gemeinwohls. In diesem Seminar nennen wir sie \u201eOrte des Gemeinschaffens\u201c. Sie keimen dort auf, wo Fl\u00e4chen nicht optimal oder zu wenig genutzt werden. Oder sie ergeben sich durch Zufall, wenn R\u00e4ume zu einer besonderen Nutzungsart einladen und Menschen vor Ort \u00e4hnliche Ideen und Visionen haben. Sie k\u00f6nnen zu einer Eineignung des \u00f6ffentlichen Raum f\u00fchren oder private R\u00e4ume f\u00fcr die Nachbarschaft \u00f6ffnen. Sie k\u00f6nnen f\u00fcr wenige Stunden aufkommen oder f\u00fcr mehrere Jahre bestehen bleiben. In jedem Fall nutzen sie aber den Spielraum und die M\u00e4ngel, die zwischen den Zeilen der Baugesetze und zwischen den Linien einer Entwerferin entstehen. Genau diesen Zwischenraum m\u00f6chten wir erkunden: durch Literatur und Projektbeispiele und durch ein gezieltes Entdecken im realen Stadtraum. Abschlie\u00dfend m\u00f6chten wir durch eine Stadtintervention einen eigenen, tempor\u00e4ren \u201eOrt des Gemeinschaffens\u201c erm\u00f6glichen und dadurch selbst einen St\u00fcck Raum f\u00fcr einige Momente ver\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>FORMAT<\/strong><br>Das Seminar wird f\u00fcr Studierende im Master und im Bachelor angeboten.<br>Dieses Lehrangebot besteht aus auf (Online) Pr\u00e4senz basierten Lernformen<br>und Eigenleistungen im Selbststudium. Bei erfolgreichen Abschluss wird ein Seminar-Modul mit 6LP anerkannt. Weitere Details zu der Anerkennung sind der entsprechenden Pr\u00fcfungsordnung bzw. dem Modulhandbuch zu entnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>ZIEL UND METHODE<\/strong><br>Dieses Seminar ist eine Entdeckungsreise, auf der wir \u201eOrte des Gemeinschaffens\u201c als M\u00f6glichkeitsraum, st\u00e4dtebauliche Typologie und Teil der Stadtentwicklung betrachten. Die braunschweiger Projektelandschaft ist einerseits erreichbar und pr\u00e4sent, andererseits ein wenig versteckt und kaum publiziert. Wir m\u00f6chten diese besonderen Orte kennen- lernen und durch eine Stadtintervention selbst einen solchen Ort schaffen. Die Erkenntnisse in Form von Texten und Illustrationen flie\u00dfen in eine Publikation, die \u201eOrte des Gemeinschaffens\u201c und ihre Wirkung sichtbar machen soll. Der Arbeitsprozess wird in vier Bausteinen gegliedert:<br>&#8211; Inputs und Stadtentdeckungen<br>&#8211; Diskussionen und Einzelgespr\u00e4che <br>&#8211; Eigenst\u00e4ndige Arbeit<br>&#8211; Stadtintervention<\/p>\n\n\n\n<p><strong>PHASE 1: EINSTIEG IN DAS THEMA<\/strong><br>In der ersten Phase werden durch Literaturrecherche und Diskussion eigene Themeschwerpunkte formuliert. Zu den ausgew\u00e4hlten Themen wird ein Kurztext als Essay verfasst. Damit schaffen wir einen Einstieg in das Thema und k\u00f6nnen danach in dem realen Stadtraum unser Wissen und unsere Ideen anwenden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>PHASE 2: PROJEKTELANDSCHAFT<\/strong><br>Im zweiten Schritt besch\u00e4ftigen wir uns mit den \u201eOrten des Gemeinschaffens\u201c in Braunschweig. Wir wollen die Projekte kennenlernen, die selbstorganisiert und gemeinschaftlich etwas vor Ort bewegen und einen St\u00fcck Stadt mit kleinen Angriffen ver\u00e4ndern. In Spazierg\u00e4ngen und Fahrradtouren durch die Stadt erkunden wir die braunschweiger Projektelandschaft und erstellen Portraits von besonderen Orten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>PHASE 3: STADTINTERVENTION<\/strong><br>Zum Abschluss planen und veranstalten wir eine eigene, gemeinsame Stadtintervention. In diesem Kontext \u00fcberlegen wir: Welche Themen k\u00f6nnen wir aufgreifen? Welche r\u00e4umliche Konstellation m\u00f6chten wir durch eine k\u00fcnstelische Aktion st\u00f6ren? Das Ziel<br>ist es, im realen Raum mit kleinen, tempor\u00e4ren Eingriffen oder Aktionen einen besonderen Effekt zu erzeugen. Wir wollen nicht den Raum an sich ver\u00e4ndern, sondern vielmehr die Wahrnehmung und Nutzung des Raum beeinflu\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>ERGEBNISSE<\/strong><br>Entstehen soll eine Dokumentaion des gesamten Prozesses. Wir dokumentieren unsere ersten Gedanken in kurzen Essay-Beitr\u00e4gen, die durch Literatur unterst\u00fctzt werden. Impressionen der Projekte und R\u00e4ume werden in Kurztexten und Illustrationen festge- halten. Und nat\u00fcrlich Dokumentieren wir unsere Stadtintervention vor Ort mit Konzeptzeichnungen und Fotos. Dadurch m\u00f6chten wir unsere Entdeckungsreise zu den \u201eOrten des Gemeinschaffens\u201c festhalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>BETREUUNG<\/strong><br>Larisa Tsvetkova und Hannah Hemsing<\/p>\n\n\n\n<p><strong>KONTAKT<\/strong><br>l.tsvetkova@tu-bs.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entdeckung einer selbstgemachten Stadt Einige Typologien und Nutzungsarten sind im Architekturstudium und in der Praxis gut bekannt: Von dem Block im Wohnungsbau bis zu einem B\u00fcroturm k\u00f6nnen wir Nutzungen sowie Grenzen zwischen privat und \u00f6ffentlich meist gut definieren. Zumindest auf dem Papier. Im realen Stadtraum entwickeln sich Zwischennutzungen, spontane Umwidmungen und flie\u00dfende Transformationen. 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