Sta(d)tt park(en)

INTENTION
Voranschreitender Klimawandel, Diskussionen um zu viel versiegelte Fläche, autofreie Städte, neue alternative Mobilitätskonzepte, die die sogenannten Mobility Hubs, Lastenräder und Sharing Systeme verstärkt in den Mittelpunkt rücken – alles Themen, die in der aktuellen Nachhaltigkeitsdebatte zur Entwicklung von Städten besprochen werden. In der im Jahr 2020 herausgegebenen Leipzig Charta wird eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung als zukünftiges Ziel angestrebt: gerecht – produktiv und grün soll es werden. Es heißt: „Qualitativ hochwertige, für alle offene und sichere öffentliche Räume machen die Stadt lebendig: Sie schaffen Räume für Begegnung, Austausch und Integration.“

PARKPLATZBESETZUNG
Hast Du dir schon Mal vorgestellt wie unsere (Stadt-)Räume, Straßen und Plätze aussähen, wenn wir weniger Autos in den Städten hätten? In diesem Stegreif wollen wir uns dieser Thematik mittels einer kleinen Stadtintervention nähern. Flächen, die derzeit zum Parken genutzt werden, sollen für einen kurzen Zeitraum (neu) aktiviert werden.

AUFGABE
Ob ein Seitenstreifen einer Straße, ein Sammelparkplatz mitten in der Stadt, ein Parkhaus, eine Haltezone, Garagen, park and ride…sucht euch eine Parkfläche in Braunschweig und werdet kreativ aktiv:


• Welche Nutzung fehlt dir (und/oder Passant*innen) in der Umgebung?
• Was braucht es, um die Fläche umzunutzen?


Formuliert und verortet eure Idee in einem Interventionsplan und führt die
Intervention durch. Dokumentiert und reflektiert diesen Prozess in Bildern,
Zeichnungen, Skizzen und/oder Collagen. Anschließend: zoom-out! Stell dir dengesamten Straßenzug/Platz ohne Autos vor

  • was würde hier sta(d)ttfinden?

HIN UND WEG – urbane Produktion und Kreativquartier am Hauptbahnhof Schwerin

Die Stadt Schwerin, auch bekannt als „Stadt der sieben Seen und Wälder“, hat sich inzwischen soweit ausgedehnt, dass sich 12 Seen innerhalb des Stadtgebietes befinden, die die prägenden Elemente der Stadt sind. Durch starken Wohnungsbau im Schweriner Umland haben sich in den letzten Jahren Teile der Bevölkerung dorthin verlagert. Zuletzt konnte die Stadtflucht jedoch durch eine verstärkte Innenentwicklung verlangsamt werden.

Dies ist auch die Intention der Entwurfsaufgabe, auch vor dem Hintergrund des Klimawandels und zunehmender Flächenversiegelung und Verringerung des naturnahen Raumes durch Wachstum von Städten an den Rändern.

Das Entwurfsareal befindet sich nordwestlich der Schweriner Innenstadt und erstreckt sich vom Hauptbahnhof beidseits der Gleisanlagen bis zum westlichen Bereich des ehemaligen Güterbahnhofes. Es wird durch den Obotritenring, der alslange Ringstraße westlich um die Stadtteile Paulsstadt, Feldstadt und Altstadt führt, in die zwei Bereich Umfeld Hauptbahnhof und ehemaliger Güterbahnhof / Gewerbegebiet gegliedert.

Der Hauptbahnhof bildet auch durch ein sich zunehmend veränderndes Mobilitätsverhalten einen weiter an Bedeutung gewinnenden Stadteingang, dem die aktuelle Situation nicht gerecht wird. Welchen ersten Eindruck sollen Besucher*innen von der Stadt bekommen, wenn sie ankommen und wie werden beispielsweise Pendler*innen tagtäglich empfangen? Wie kommen sie zum Hauptbahnhof und welche Bedeutung hat der Raum darüber hinaus? Wie kann ein durch Bewegung geprägter Raum gleichzeitig eine hohe Aufenthaltsqualität ausbilden und auf das heterogene Umfeld reagieren?

Das Entwurfsgrundstück bildet ein Aushängeschild für die Stadt und hat mit dem historischen Bestand und der Lage im Stadtkontext das Potenzial eines dynamischen Entwicklungsraumes für Kultur, Freizeit und Begegnung, neues Wohnen, Arbeiten und Bildung und es gilt dahingehend einen eigenen Schwerpunkt zu setzen.

Es soll ein Konzept für eine dem Areal angemessene Nutzungsmischung entwickelt werden, mit einer klaren Haltung zu den bahnhistorischen Gebäuden und Relikten und zeitgenössischen sowie zukünftigen Mobilitätsformen.

Eine große Bedeutung kommt zudem dem urbanen Freiraum zu, sowie den Bezügen zu den den Stadtkontext prägenden Seen und Wäldern.

Einführungsveranstaltung
Di. 26.04.2021

Exkursion
nach Schwerin vom 30.04. bis 01.05.22

Korrekturen
dienstags

Planabgabe digital
Di. 09.08.2022 bis 12 Uhr

Präsentation
05.09.22 bis 09.09.22

Erstprüfer
Prof. Uwe Brederlau

AnsprechpartnerInnen:

Florian Holik,
Janek Meyer,
Charlotte Namuth

Ausgehend von einer zentrumsnahen Innenverdichtung soll das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes in Kirchheim unter Teck als produktives Quartier mit kleinteiliger Mischung und zeitgemäßen Wohnformen nach Vorbild des Tübinger Modells entwickelt werden.

Kirchheim unter Teck liegt 25km südöstlich von Stuttgart und ist Teil der polyzentralen Stadtstruktur der Metropolregion Stuttgart, die sich durch ihre eng kooperierenden großen und kleinen Zentren auszeichnet. Die Stadt hat durch die Attraktivität der Region eine hohe Nachfrage an bezahlbarem, qualitätvollen Wohnraum und städtischen Angeboten.
Neben der Entwicklung des Grundstückes als attraktiven Wohnstandort und urbanes Quartier gilt es auch die Rolle des Grundstückes an der Schnittstelle zum Metropolraum Stuttgart auszuloten. Mit dem im Osten angrenzenden Bahnhof dient das Grundstück als Knotenpunkt im Mobilitätsgefüge der Stadt und als wichtige Verbindung in die Stadtregion.

Das kompakte Grundstück erlaubt die Bearbeitung in mehreren Maßstäben, von einer städtebaulichen Grundstruktur über die Baukörper bis hin zur detaillierten Ausarbeitung eines besonders interessanten Fragments wie z.B. eines Gebäudes, einer Freiraumsituation oder einer Straße.
Die Aufgabenstellung dieses Entwurfes erlaubt einen experimentellen Ansatz. Im Fokus des Entwurfes sollen die individuelle Haltung zu dem Grundstück und die eigenständige Entwicklung eines Themenschwerpunkts liegen.

Bearbeitung
An den Entwurf ist die Vertiefung Geplante Urbanität gekoppelt.

Exkursion
Vom 05.05-09.05. findet die gemeinsame Exkursion zum Entwurfsgrundstück in Kirchheim unter Teck und nach Tübingen statt.
Der Eigenanteil liegt bei ca. 80-100 Euro

Teilnahmeempfehlung:
Mastervertiefung Geplante Urbanität

Ansprechpartnerinnen:
Saskia Tödter
Marie Jacobsen

gestalten | mitdemwasdaist | regional-global
Stadtintervention(en) als Werkzeug zur Entwicklung einer gemeinwohlorientierten Stadt

Fridays for Future, Architects for Future, Fashion Revolution, Deutsche Wohnen Enteignen…
Alles Beispiele von derzeit aktiven Protestbewegungen, die sich (unter anderem) den öffentlichen Raum aneignen, um auf aktuelle, global übertragbare Herausforderungen aufmerksam zu machen.

In diesem Seminar wollen wir uns auf regionaler Ebene mit einigen Themen dieser Protestbewegungen, wie zum Beispiel Klimawandel, Umgang mit Ressourcen, Der Mensch als ‘Ressource’ und Wohnraum- und Flächenpolitik, auseinandersetzen und untersuchen wie sie sich auf Braunschweig übertragen lassen. Unser Ziel ist es herauszufinden, was wir als Einzelpersonen durch Stadtinterventionen beisteuern können, um unser Quartier/ unsere Stadt/ unsere Region in einer zukunftsweisenden (gemeinwohlorientierten) Entwicklung zu fördern?

Wir nehmen unter die Lupe:
1. ein bisschen Theorie:
Die Neue Leipzig Charta – eine Leitlinie für gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung – und die derzeitige Verteilung von Raum und Ressourcen
2. Best-Practice Beispiele (theoretisch und praktisch) in Braunschweig und Umgebung kennenlernen
3. uns selbst und unsere Verantwortung als Gestalter*innen

und wir werden aktiv.

Ansprechpartnerinnen:
Hannah Hemsing
Saskia Tödter

In mehreren Kursen werden digitale Entwurfsmethoden und Präsentationsformate gelehrt, die euch auf das folgende Semester vorbereiten sollen um schneller und tiefer in Entwürfe und Seminare einsteigen zu können.

Die nächste prepWEEK 22/1 findet Anfang April vom
04.04.2022 – 08.04.2022, jeweils von 9:00 bis 16:00 statt.

Grasshopper mit Johannes Petersen
InDesign mit Hannah Cerbe
V-Ray mit Fabian Bähr
ArchiCAD mit Luzia Gödde
Fotographie mit Tjark Spille

Die Anmeldung erfolgt ab sofort bis einschließlich zum 23.3. auf Stud.IP.

Ansprechpartnerin:

Christin Bolling

Im Zuge des Städtebaulichen Projekts stellten sich 73 Studierende letztes Wintersemester die Frage, wie eine Nachverdichtung der größten inner-städtischen Entwicklungsfläche – der BAHNSTADT Braunschweig – aussehen könnte. 
Das Areal südlich des Hauptbahnhofes ist geprägt durch die Geschichte der Bahn, die Nähe zur Innenstadt, sowie den direkten Anschluss an den Wilhelminischen Ring und das Braunschweiger Ringgleis. Mit diesen Voraussetzungen hatten die Studierenden die Möglichkeit ein stadtteilverbindendes Quartier mit starker Identität zu entwickeln. 
Die Auseinandersetzung mit verschiedenen Herausforderungen wie Höhenunterschiede im Areal und die Lärmbelästigung durch den Schienenverkehr oder die Autobahn haben die Studierenden nicht verzweifeln lassen, sondern ermutigten sie innovative, nachhaltige und zukunftsorientierte Lösungsansätze zu finden. 
Im Laufe des Semesters entstanden Stadträume, die vielfältig, kulturell und lebendig sind, wo neue Formen des Wohnens und Arbeitens stattfinden und in denen geforscht und produziert werden kann.
Die Ergebnisse des Städtebaulichen Projektes „BAHNSTADT Braunschweig“ aus dem Wintersemester 2020/2021 sind jetzt in der Publikation zu sehen. Alle Studierende, die an dem SP am ISE teilgenommen haben, können sich die Bücher kostenlos am Donnerstag 16.12.2021 zwischen 10:00 Uhr und 16:00 Uhr am ISE abholen!

Wir gratulieren Euch zu tollen Entwürfen und wünschen Frohe Festtage!

Am Alten Schlachthof

Die Stadt Magdeburg bietet durch ihre zentrale Lage innerhalb Deutschlands, ihrer guten verkehrlichen Anbindungen an unterschiedliche Verkehrsträger, sowie ihrer Lagegunst an der Elbe hohe Qualitäten und Entwicklungspotentiale. Gleichzeitig bestehen zahlreiche innerstädtische Leerstellen innerhalb des Stadtgefüges die eine Vernetzung von Stadtquartieren verhindern.

Eine dieser Leerstellen befindet sich westlich der Magdeburger Innenstadt auf dem ehemaligen Schlachthofgelände im Stadtteil Stadtfeld Ost.

Das Entwurfsareal liegt in unmittelbarer Nähe zur Magdeburger Innenstadt und dem den Stadtkern umgebenden Grüngürtel. Es umfasst circa 30ha und bildet mit dem historischen Bestand und der Lage im Stadtkontext das Potenzial eines dynamischen Entwicklungsraumes für Kultur, Freizeit und Begegnung, neues Wohnen, Arbeiten und Bildung, kurzum: für einen vielfältigen und lebendigen neuen Stadtbaustein mit eigenständiger Identität und Atmosphäre.

Mit der Entwicklung des ehemaligen Schlachthofareals besteht die Möglichkeit einen neuen programmatischen Schwerpunkt mit gesamtstädtischer Bedeutung zu setzen. Es gilt einen neuen Anziehungspunkt mit zeitgemäßen Wohnformen zu schaffen, der den Zuzug neuer Bürger*innen nach Magdeburg fördert, als auch dazu beiträgt, neue Perspektiven für Menschen zu schaffen, die beispielsweise nach der Ausbildung in der Stadt bleiben möchten. Der Fokus liegt dabei auf der Erweiterung des urbanen Charakters des gründerzeitlich geprägten Stadtfeldes Ost in Verbindung mit den identitätsstiftenden Bestandsgebäuden und dem sensiblen Umgang mit diesen.

Die Entwicklung Magdeburgs ist stark geprägt durch die Industriegeschichte und dem Einfluss damaligen Stadtbaurat Bruno Taut. Die in dieser Zeit entstandenen Gebäude bilden heute eine identitätsgebende Gebäudesubstanz aus. Insbesondere die ehemaligen Schlachthallen und Stallanlagen aus den 1890er Jahren sowie die von Taut entworfene Mehrzweckhalle, die unter anderem als Austragungsort vom Handballerstligisten SC Magdeburg genutzt wurde, prägen die Charakteristik des Areals.

Auf Basis einer Bedarfsanalyse zu Beginn des Entwurfes ist ein Nutzungskonzept für das Areal zu entwickeln. Was wäre eine sinnvolle Ergänzung der in der Stadt und dem Stadtteil bereits vorhandenen Nutzungen? Denkbar ist, einen „Gegenpol“ zum am Elbufer entstehenden Wissenschaftshafen zu schaffen, der das kulturelle und soziale Angebot in gänzlich anderer Atmosphäre programmatisch ergänzt. Optional ist dabei die Verortung einer von der Stadt geplanten Akademie für Musik und Darstellende Kunst sowie eine Synagoge bzw. die Einbindung dieser in ein interreligiöses Zentrum.

Eine große Bedeutung kommt dabei dem Freiraum im urbanen und landschaftlich geprägten Kontext zu. Es sollte dabei das auf Grund der hohen Dichte im Stadtfeld Ost vorhandene Grünraumdefizit ausgeglichen werden. Das Areal sollte zudem vor dem Hintergrund aktueller und zukünftiger sozialer und klimatischer Problemstellungen entwickelt werden.

Einführungsveranstaltung
Di. 26.10.2021, 14 Uhr

Exkursion
nach Magdeburg am 03.11.2021

Korrekturen
mittwochs

Planabgabe digital
Di. 08.02.2022 bis 12 Uhr

Modellabgabe im ISE
Di. 15.02.2022 bis 12 Uhr

Präsentation
ab 08.03.2022 bis 10.03.2022

Betreuung
Florian Holik, Charlotte Namuth

Erstprüfer
Prof. Uwe Brederlau

Zweitprüfer
N.N.

Ansprechpartnerin:

Charlotte Namuth

Johannes-Göderitz-Preis 2021/22
Die Zukunft der großen Straße, Hannover
Wintersemester 2021/2022

„Das Wunder von Hannover“ lautete ein Titel aus dem SPIEGEL im Jahr 1959. Hintergrund war die kompromisslose, damals als fortschrittlich empfundene, Umsetzung der Vision der autogerechten Stadt durch den damaligen Stadtbaurat Rudolf Hillebrecht. Entstanden ist ein mehrspuriger Ring um die Innenstadt Hannovers, für dessen Bau historische Bausubstanz in erheblichem Umfang geopfert wurde. Ausgehend von diesem Ring verbinden breite Verkehrsachsen die Innenstadt mit dem Fernverkehr und der Region.

Diese Straßen sind keineswegs eine Besonderheit der Stadt Hannover. Sie prägen das Stadtbild nahezu jeder deutschen Großstadt und damit den Alltag vieler Menschen. Diese Straßen und ihre angrenzende Bebauung sind ganz der Logik des motorisierten Individualverkehrs unterworfen. Sie sind stark durch Lärm und Feinstaub belastet und wirken wie kaum überwindbare Barrieren im städtischen Gefüge. Doch was passiert mit diesen Straßen, wenn die Verkehrswende ihre ganze Wirkung entfalten würde?

Am Beispiel der Vahrenwalder Straße soll ein Blick in eine Zukunft nach der Mobilitätswende geworfen werden und eine Vision für die große Straße nach der autogerechten Stadt entwickelt werden.

BEARBEITUNG

Für die Teilnahme am Entwurf wird die Bearbeitung in Zweiergruppen und die Teilnahme an der begleitenden Mastervertiefung – Potenzialraum Straße – empfohlen. Der erste Termin wird unter anderem dazu genutzt die Bearbeitungsgruppen festzulegen.

TERMINE

Einführungsveranstaltung: 26.10.2021 um 14:00
Regeltermin: Dienstag ab 14:00
Abgabetermin Modell: 8.02.2022
Abgabetermin Pläne: 15.02.2022
Präsentation: 15.02.2022
Exkursion: 31.10.2021 – 01.11.2021 nach Hannover

AnsprechpartnerInnen

Marie Jacobsen
Janek Franz Ferdinand Meyer

ALTES SKET, Magdeburg
Wintersemester 2021/2022

Die Stadt Magdeburg bietet durch ihre zentrale Lage innerhalb Deutschlands, ihrer guten verkehrlichen Anbindungen an unterschiedliche Verkehrsträger sowie ihrer Lagegunst an der Elbe hohe Qualitäten und Entwicklungspotential. Gleichzeitig bestehen zahlreiche innerstädtische Leerstellen, die eine Vernetzung der einzelnen Stadtquartiere verhindern. Diese gilt es zu überwinden, indem bestehende Stadtstrukturen intelligent miteinander verwoben werden und im besten Fall ein zukunftsfähiges und lebendiges Stadtquartier in Ergänzung zu den angrenzenden Quartieren entstehen kann. Eine dieser Leerstellen befindet sich südlich der Magdeburger Innenstadt auf dem ehemaligen Gewerbeareal des Schwermaschinenkombinats „Ernst Thälmann“ (SKET) im Stadtteil Leipziger Straße. Der Stadtteil ist geprägt durch clusterartig gruppierte Baustrukturen unterschiedlicher Nutzungen. Es ist ein Stadtquartier zu entwerfen, welches dieses fehlende Beziehungsgeflecht wiederherstellt und die einzelnen Bereiche qualitätvoll miteinander vernetzt und programmatisch ergänzt. Ziel ist es, ein lebendiges Quartier mit eigenständiger Identität zu entwickeln in dem gearbeitet, gelernt und geforscht werden kann. Zeitgemäße Wohnformen, soziale und kulturelle Treffpunkte sind obligatorischer Bestandteil des neuen Quartiers. Das Areal sollte zudem vor dem Hintergrund aktueller und zukünftiger sozialer und klimatischer Problemstellungen entwickelt werden.

Ansprechpartnerin:

Charlotte Namuth

Stegreif – Palmen aus Plastik

INTENTION

Die Räume, die wir täglich nutzen, prägen uns entscheidend – durch ihre Form, Materialität, Atmosphäre und Gestalt. Häufig nehmen wir sie als selbstverständlich an, ohne die Besonderheit zu hinterfragen. Wir eignen uns diese städtischen Räume individuell an und erfahren sie auf eine unterschiedliche Art und Weise. Manchmal ohne genau zu wissen, warum wir uns gerne an bestimmten Orten aufhalten und andere meiden.
Unsere persönlichen Empfindungen und Wahrnehmungen spielen dabei eine
entscheidende Rolle. Mit der Diskrepanz zwischen subjektiver Wahrnehmung und objektiver Betrachtung eines Ortes wollen wir uns in diesem Stegreif auseinander setzen.

AUFGABE

Findet eine Textpassage aus einem Lied oder Gedicht eurer Wahl, dessen Inhalt einen beliebigen Raum beschreibt. Stellt die Ist-Situation des Ortes, der erlebten Beschreibung aus dem Text gegenüber.

I. Subjektive Wahrnehmung
Zitiert eine markante Textpassage, dessen beschriebener Inhalt am eindrucksvollsten ist.Interpretiert diese Textpassage und fertigt eine atmosphärische Darstellung/Skizze/Collage von dem Ort an, wie ihr ihn euch basierend auf der Textpassage vorstellt.

II. OBJEKTIVE BESTANDSAUFNAHME
Stellt den Ort im Maßstab 1:1000 im Lageplan dar.
Analysiert und zeigt ortsspezifische/räumliche Besonderheiten mithilfe von 2-3 Piktogrammen.

III. GEGENÜBERSTELLUNG
Ordnet in einer kurzen textlichen Erläuterung Gemeinsamkeiten und Unteschiede beider Beobachtungen in ihren übergeordneten kulturellen Kontext des Ortes. Möglich wäre auch der Rückbezug auf historische, gesellschaftliche oder politische Hintergründe den Ort und/oder den Text, sein*e Verfasser*Innen und Entstehtungszeit betreffend .

ABGABE

Digital per Upload im PowerFolder.
Entnehmt den Link der Aufgabenstellung!


Upload bis Montag 30.08.2021, 12 Uhr.
Der erfolgreiche Upload wird automatisch per E-Mail bestätigt.

Grundlagen Städtebauliches Entwerfen – Zoom in the city

Unter dem Begriff Städtebau werden viele Bedeutungen subsummiert. Wir verstehen darunter die permanente Gestaltung der Stadt, als Ort des kulturellen Ausdrucks der jeweiligen Gesellschaft. Die Vorlesungsreihe GRUNDLAGEN STÄDTEBAULICHES ENTWERFEN – Zoom in the City vermittelt Grundkenntnisse im Städtebau sowie die Fähigkeit, Stadt in ihrer Komplexität zu lesen und zu interpretieren. Dabei werden durch die Betrachtung verschiedener Maßstabsebenen unterschiedliche Faktoren des räumlich urbanen Gefüges untersucht. Das System Stadt wird auf seine Struktur, Form und Typologien hin analysiert. In jeder Zoomstufe werden dabei neue morphologische Aspekte betrachtet.

ABLAUF
Die Vorlesung unterrichten wir in diesem Semester wieder digital. In Form eines Online-Gesprächsformats möchten wir immer mittwochs mit Ihnen via Webex in Kontakt treten. Anschließend werden Ihnen die Videos der jeweiligen Vorlesungen zur Verfügung gestellt. Sie haben dann Zeit, in Ruhe die Vorlesung anzuschauen, mitzuschreiben, zu skizzieren und Fragen zu formulieren. Diese Mitschriften und die Teilnahme an dem Webex Gesprächsformat stellen Ihre Abgabeleistung für jede einzelne Vorlesung dar. Diese laden Sie anschließend bei Stud.IP in dem entsprechenden Ordner hoch.

AUFGABE
Die Aufgabe besteht darin, die Inhalte jeder Vorlesung zu dokumentieren und sie mit eigenen Überlegungen zu ergänzen. Das erfolgt in Form von einfachen, aber aussagekräftigen Zeichnungen und Notizen. Wie genau Ihr Denkprozess auf das Papier kommt, ist Ihnen überlassen. Sie entscheiden, ob Sie Ansätze von Grafik Recording nutzen, mehr mit Text arbeiten, oder in Ihrem ganz eigenen Stil zeichnen. Wichtig ist nur, dass die Ergebnisse gut lesbar sind und Sie Ihre eigenen Gedanken klar transportieren. Notieren Sie unbedingt Fragen, die Sie sich stellen. Dabei ist die grafische Aufarbeitung ebenso wichtig wie inhaltliche Aussagen und eine lesbare Eigenständigkeit in Ihren Überlegungen und Zeichnungen.

Ansprechpartnerin:

s.toedter@tu-bs.de

WANDSBEK – Auf dem Königslande

Das gemischt genutzte Quartier „Königsländer-Viertel“ zwischen Walddörferstraße, Behnkenkammer, Lesserstraße und Holzmühlenstraße – mit einer Größe von zirka 20 Hektar – soll städtebaulich erneuert und nachverdichtet werden. Denn das Gebiet zeichnet sich einerseits durch seine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr aus und bietet gleichzeitig mit seiner strukturellen Besonderheit, der starken typologischen Mischung, großes Potenzial für die Entwicklung eines zukunftsfähigen Stadtquartiers.

Die Bestandsaufnahme des Quartiers zeigt eine stark heterogene Bebauungsstruktur, die über Brachflächen, Mehrfamilienhäuser, Garagen bis hin zu klassischen Gewerbebauten reicht.

Der Fokus der Nachverdichtung soll in erster Linie auf der Schaffung von neuen Wohnraum liegen, denn Hamburg fehlen noch auf längere Sicht vorallem kostengünstige Wohnungen.  Aber die Stadt Hamburg hat sich weitere Ziele für die Quartiersplanungen gesetzt, die bei der Entwicklung zu beachten sind. 

Um das Quartier entwickeln zu können gilt es zuerst das Quartier zu analysieren. Welche Bausteine sind essenziell für das Quartier und müssen erhalten bleiben? Welche verhindern eine nachhaltige Entwicklung? Welche Nutzungen sind ortsprägend? Was muss auch nach einer Transformation erhalten bleiben? Was fehlt dem Viertel? Was können die neuen Qualitäten dieses Viertel sein und wie können diese unter Berücksichtigung der Ziele der Stadt Hamburg erreicht werden?

Wir wollen mit diesem Projekt einen Beitrag zu der aktuellen Diskussion um Stadterneuerung und Mischnutzung erarbeiten.

Teil des Projektes soll eine Exkursion nach Hamburg sein, bei der wir im Rahmen von Stadtspaziergängen unterschiedliche Quartiersqualitäten besuchen und verstehen wollen.

Einführung/Kick Off
Di. 20.04.2021

Korrekturen
Dienstags

Betreuung:
Janek Franz Ferdinand Meyer
Marie Jacobsen