Die HafenCity nähert sich langsam ihrer östlichen Fertigstellung und die Veddel rückt gemeinsam mit der Entwicklung des Grasbrooks immer weiter in den Fokus der zukünftigen Stadtentwicklung. Das Tor zur Stadt Hamburg erhält dadurch ein neues Gesicht.
Vom Wasser umgeben mit Blick auf die Elbbrücken und Hamburgs Stadtkulisse ist die Veddel zukünftiger Möglichkeitsraum und wichtiger Bestandteil dieses Transformationsraumes.
Wichtiger Bestandteil der entwurflichen Auseinandersetzung ist dem Umgang mit Wasser zu widmen. Der Hochwasserschutz spielt in Hamburg, insbesondere vor dem Hintergrund der Klimakrise und dem steigendem Meeresspiegel, eine entscheidende Rolle. Großzügige Freiräume unterschiedlicher Qualitäten mit Promenaden, viele Zugängen zum Wasser und Sport- und Freizeitaktivitäten auf dem Wasser sind essentieller Bestandteil des Quartiers. Wasser soll integrativer und identitätsstiftender Bestandteil des neuen Quartiers sein.

Die Bearbeitung des Entwurfs erfolgt in 2er Gruppen und ist in Präsenz geplant!

Einführungsveranstaltung
25.10.2022 um 10:00 Uhr im IEX Seminarraum


Exkursion
Die Exkursion nach Hamburg findet vom 04.-06. November 2022 statt. Der Eigenanteil wird 30€ pro Person nicht übersteigen.

Abgabetermin
14.02.2023

Ansprechpartnerin
Saskia Tödter

Wien ist im aktuellen Diskurs über Stadtentwicklung nicht wegzudenken. Große Projekte wie die Seestadt Aspern oder das Sonnenwendeviertel setzen neue Maßstäbe und geben immer wieder Anlass sich neu mit Wien zu beschäftigen. Spannend sind aber nicht nur die großen Areale, sondern Potenziale, die sich in der gebauten Stadt finden lassen.

Eines dieser Potenzialegebiete ist die Ottakring-Brauerei, untrennbar mit dem gleichnamigen Gemeindebezirk Ottakring (16.) in Wien verbunden ist. 1837 gegründet, ist die Brauerei schon vor der Eingemeindung 1892 ein wichtiger Baustein im Bezirk. Doch im Rahmen des „Masterplans Gründerzeit“ der Stadt Wien soll das Zusammenwirken zwischen Quartier und Brauerei überprüft und transformiert werden.

Denn obwohl Produktion in der Stadt insbesondere in den letzten Jahren immer mehr in der Stadtplanung forciert wird und kleine Brauereien aus dem Boden sprießen, bringt eine Großbrauerei mitten in einem dichten Wohnviertel Probleme mit sich, die im Rahmen einer zeitgemäßen Transformation gelöst werden sollen. Dazu zählen unter anderem die erhöhte Verkehrslast, der verschlossene städtische Raum und die hohe Versiegelung der Flächen.

Das Brauerei-Areal soll also neu gedacht werden. Dabei soll die Ottakring-Brauerei zumindest zum Teil erhalten bleiben, aber durch neue Nutzungen und vor allem mit neuen Baukörpern ergänzt werden.

Ziel ist es auf dem ca. fünf Hektar großem Grundstück ein dichtes städtisches Feld zu entwickeln, auf dem die (Teil)Brauerei weiterhin ein wichtiger Baustein mit stadtweiter Sichtbarkeit bleibt.

Exkursion
Vom 10.11-13.11 findet die Exkursion nach Wien statt. Wir besuchen das Entwurfsgrundstück und weitere Stadtentwicklungsprojekte der Stadt.

Einführungsveranstaltung: 26.10.2022 um 10:00
Regeltermin: Mittwoch
Abgabetermin: 08.02.2023
Exkursion: 10.11.2022 – 13.11.2022

AnsprechpartnerInnen:
Florian Holik
Marie Jacobsen

Masterthesis Winter 2022/23

Die Erkenntnis, weitere Flächenexpansion von Stadtgebieten zu vermeiden und eine Innenentwicklung zu priorisieren – insbesondere vor dem Hintergrund der sich immer weiter verschärfenden Energie- und Klimakrise – hat auch in Wien inzwischen zu einer beachtlichen Anzahl an Hochhäusern geführt. Stadt vertikal zu entwerfen ist Faszination und denklogische Konsequenz zugleich und bietet wirtschaftliche, ökologische und städtebauliche Vorteile, birgt aber auch Gefahren, wie die Großwohnsiedlungen der 60er und 70er Jahre zeigen. Kaum ein anderer Bautyp wird so kontrovers diskutiert wie das Hochhaus.

Über den Dächern Wiens, auf dem Wienerberg, ist in den 2000er Jahren ein Cluster aus Wohn- und Bürohochhäusern entstanden. Das ca. 13ha große Entwurfsareal auf dem ehemaligen Ziegeleigelände befindet sich in direkter Nachbarschaft zum prominenten Hochhauscluster der Wienerbergcity. Aufgabe ist dieses Ensemble intelligent weiter zu entwickeln und mit dem umgebenden Stadtraum zu verknüpfen.

Außerhalb der etablierten, traditionellen Hierarchien und Typologien sind ungewöhnliche, experimentelle Lösungen für unterschiedlichste Lebens- und Arbeitsformen in unterschiedlichen Raumdispositionen ausdrücklich gewünscht. Der Entwurf einer vertikalen Stadt setzt auch eine vertikale Mischung von Funktionen voraus. Die Stapelung immer gleicher Grundrisse ist dabei zu vermeiden. Das neue Quartier soll neue Raumkonzepte für Wohnen, Arbeiten, Produktion, Kultur etc., kurzum für ein vielfältiges und lebendiges Stadtquartier eigenständiger Identität und Atmosphäre bieten. Es ist ein urbanes Stück Stadt mit einem breiten Nutzungsmix zu entwickeln.

Ein wichtiges Ziel ist auch die Stärkung vorhandener Potenziale durch die Verbesserung struktureller und gestalterischer Defizite. So stellt sich die Frage, wie das südlich gelegene Naherholungsgebiet des Wienerberges mit dem neuen Stadtquartier verwoben werden kann?
Es ist ein zukunftsfähiges und lebenswertes Stadtquartier zu entwerfen, das den Ansprüchen an Urbanität ebenso wie ökologischen, ökonomischen und sozialen Anforderungen entspricht. Das neue Quartier ist in das bestehende Stadtgefüge zu integrieren und soll sich mit einer eigenständigen Identität im Bewusst-sein der Stadt verankern. Es sollen neue räumliche Zusammenhänge und Funktionsbezüge entwickelt werden. Ebenso gilt es auch Impulse aus dem Areal in das städtische Umfeld zu übertragen.

Prof. Uwe Brederlau
Prof. Dan Schürch (Korreferent)

Termine
ab 28.09.2022 Bekanntgabe der Themen online
04.10.2022 Verbindliche Entscheidung in der Geschäftsstelle Architektur
11.10.2022 Ausgabe der Aufgabenstellung
12.10.2022, 10.00Uhr Einführungsveranstaltung
11.-13.11.2022 Exkursion Wien
28.02.2023 bis 12Uhr Abgabe digitale Pläne
21.03. – 24.03.2023 Präsentation

prepWEEK 22/2

In mehreren Kursen werden digitale Entwurfsmethoden und Präsentationsformate gelehrt, die euch auf das folgende Semester vorbereiten sollen um schneller und tiefer in Entwürfe und Seminare einsteigen zu können.

Die Kurse sind als Präsenzveranstaltung geplant.

Die nächste prepWEEK 22/2 findet Anfang Oktober vom
10.10.2022 – 14.10.2022, jeweils von 9:00 bis 16:00 statt.

ArchiCAD mit Britta Fischer, Luzia Gödde oder Christian Siemssen
Grasshopper mit Johannes Petersen
V-Ray mit Fabian Bähr
Fotografie mit Tjark Spille 

Und für die Studierenden des zweiten Semesters anknpüfend an das Modul CADeins:

CADzwei mit Lara Kellner oder Clara Albert

Die Losung der Plätze erfolgt ab dem 01.09.2022 bis zum 26.09.2022 über Stud.IP.

Ansprechpartnerin:

Christin Bolling

Sta(d)tt park(en)

INTENTION
Voranschreitender Klimawandel, Diskussionen um zu viel versiegelte Fläche, autofreie Städte, neue alternative Mobilitätskonzepte, die die sogenannten Mobility Hubs, Lastenräder und Sharing Systeme verstärkt in den Mittelpunkt rücken – alles Themen, die in der aktuellen Nachhaltigkeitsdebatte zur Entwicklung von Städten besprochen werden. In der im Jahr 2020 herausgegebenen Leipzig Charta wird eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung als zukünftiges Ziel angestrebt: gerecht – produktiv und grün soll es werden. Es heißt: „Qualitativ hochwertige, für alle offene und sichere öffentliche Räume machen die Stadt lebendig: Sie schaffen Räume für Begegnung, Austausch und Integration.“

PARKPLATZBESETZUNG
Hast Du dir schon Mal vorgestellt wie unsere (Stadt-)Räume, Straßen und Plätze aussähen, wenn wir weniger Autos in den Städten hätten? In diesem Stegreif wollen wir uns dieser Thematik mittels einer kleinen Stadtintervention nähern. Flächen, die derzeit zum Parken genutzt werden, sollen für einen kurzen Zeitraum (neu) aktiviert werden.

AUFGABE
Ob ein Seitenstreifen einer Straße, ein Sammelparkplatz mitten in der Stadt, ein Parkhaus, eine Haltezone, Garagen, park and ride…sucht euch eine Parkfläche in Braunschweig und werdet kreativ aktiv:


• Welche Nutzung fehlt dir (und/oder Passant*innen) in der Umgebung?
• Was braucht es, um die Fläche umzunutzen?


Formuliert und verortet eure Idee in einem Interventionsplan und führt die
Intervention durch. Dokumentiert und reflektiert diesen Prozess in Bildern,
Zeichnungen, Skizzen und/oder Collagen. Anschließend: zoom-out! Stell dir dengesamten Straßenzug/Platz ohne Autos vor

  • was würde hier sta(d)ttfinden?

HIN UND WEG – urbane Produktion und Kreativquartier am Hauptbahnhof Schwerin

Die Stadt Schwerin, auch bekannt als „Stadt der sieben Seen und Wälder“, hat sich inzwischen soweit ausgedehnt, dass sich 12 Seen innerhalb des Stadtgebietes befinden, die die prägenden Elemente der Stadt sind. Durch starken Wohnungsbau im Schweriner Umland haben sich in den letzten Jahren Teile der Bevölkerung dorthin verlagert. Zuletzt konnte die Stadtflucht jedoch durch eine verstärkte Innenentwicklung verlangsamt werden.

Dies ist auch die Intention der Entwurfsaufgabe, auch vor dem Hintergrund des Klimawandels und zunehmender Flächenversiegelung und Verringerung des naturnahen Raumes durch Wachstum von Städten an den Rändern.

Das Entwurfsareal befindet sich nordwestlich der Schweriner Innenstadt und erstreckt sich vom Hauptbahnhof beidseits der Gleisanlagen bis zum westlichen Bereich des ehemaligen Güterbahnhofes. Es wird durch den Obotritenring, der alslange Ringstraße westlich um die Stadtteile Paulsstadt, Feldstadt und Altstadt führt, in die zwei Bereich Umfeld Hauptbahnhof und ehemaliger Güterbahnhof / Gewerbegebiet gegliedert.

Der Hauptbahnhof bildet auch durch ein sich zunehmend veränderndes Mobilitätsverhalten einen weiter an Bedeutung gewinnenden Stadteingang, dem die aktuelle Situation nicht gerecht wird. Welchen ersten Eindruck sollen Besucher*innen von der Stadt bekommen, wenn sie ankommen und wie werden beispielsweise Pendler*innen tagtäglich empfangen? Wie kommen sie zum Hauptbahnhof und welche Bedeutung hat der Raum darüber hinaus? Wie kann ein durch Bewegung geprägter Raum gleichzeitig eine hohe Aufenthaltsqualität ausbilden und auf das heterogene Umfeld reagieren?

Das Entwurfsgrundstück bildet ein Aushängeschild für die Stadt und hat mit dem historischen Bestand und der Lage im Stadtkontext das Potenzial eines dynamischen Entwicklungsraumes für Kultur, Freizeit und Begegnung, neues Wohnen, Arbeiten und Bildung und es gilt dahingehend einen eigenen Schwerpunkt zu setzen.

Es soll ein Konzept für eine dem Areal angemessene Nutzungsmischung entwickelt werden, mit einer klaren Haltung zu den bahnhistorischen Gebäuden und Relikten und zeitgenössischen sowie zukünftigen Mobilitätsformen.

Eine große Bedeutung kommt zudem dem urbanen Freiraum zu, sowie den Bezügen zu den den Stadtkontext prägenden Seen und Wäldern.

Einführungsveranstaltung
Di. 26.04.2021

Exkursion
nach Schwerin vom 30.04. bis 01.05.22

Korrekturen
dienstags

Planabgabe digital
Di. 09.08.2022 bis 12 Uhr

Präsentation
05.09.22 bis 09.09.22

Erstprüfer
Prof. Uwe Brederlau

AnsprechpartnerInnen:

Florian Holik,
Janek Meyer,
Charlotte Namuth

Ausgehend von einer zentrumsnahen Innenverdichtung soll das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes in Kirchheim unter Teck als produktives Quartier mit kleinteiliger Mischung und zeitgemäßen Wohnformen nach Vorbild des Tübinger Modells entwickelt werden.

Kirchheim unter Teck liegt 25km südöstlich von Stuttgart und ist Teil der polyzentralen Stadtstruktur der Metropolregion Stuttgart, die sich durch ihre eng kooperierenden großen und kleinen Zentren auszeichnet. Die Stadt hat durch die Attraktivität der Region eine hohe Nachfrage an bezahlbarem, qualitätvollen Wohnraum und städtischen Angeboten.
Neben der Entwicklung des Grundstückes als attraktiven Wohnstandort und urbanes Quartier gilt es auch die Rolle des Grundstückes an der Schnittstelle zum Metropolraum Stuttgart auszuloten. Mit dem im Osten angrenzenden Bahnhof dient das Grundstück als Knotenpunkt im Mobilitätsgefüge der Stadt und als wichtige Verbindung in die Stadtregion.

Das kompakte Grundstück erlaubt die Bearbeitung in mehreren Maßstäben, von einer städtebaulichen Grundstruktur über die Baukörper bis hin zur detaillierten Ausarbeitung eines besonders interessanten Fragments wie z.B. eines Gebäudes, einer Freiraumsituation oder einer Straße.
Die Aufgabenstellung dieses Entwurfes erlaubt einen experimentellen Ansatz. Im Fokus des Entwurfes sollen die individuelle Haltung zu dem Grundstück und die eigenständige Entwicklung eines Themenschwerpunkts liegen.

Bearbeitung
An den Entwurf ist die Vertiefung Geplante Urbanität gekoppelt.

Exkursion
Vom 05.05-09.05. findet die gemeinsame Exkursion zum Entwurfsgrundstück in Kirchheim unter Teck und nach Tübingen statt.
Der Eigenanteil liegt bei ca. 80-100 Euro

Teilnahmeempfehlung:
Mastervertiefung Geplante Urbanität

Ansprechpartnerinnen:
Saskia Tödter
Marie Jacobsen

gestalten | mitdemwasdaist | regional-global
Stadtintervention(en) als Werkzeug zur Entwicklung einer gemeinwohlorientierten Stadt

Fridays for Future, Architects for Future, Fashion Revolution, Deutsche Wohnen Enteignen…
Alles Beispiele von derzeit aktiven Protestbewegungen, die sich (unter anderem) den öffentlichen Raum aneignen, um auf aktuelle, global übertragbare Herausforderungen aufmerksam zu machen.

In diesem Seminar wollen wir uns auf regionaler Ebene mit einigen Themen dieser Protestbewegungen, wie zum Beispiel Klimawandel, Umgang mit Ressourcen, Der Mensch als ‘Ressource’ und Wohnraum- und Flächenpolitik, auseinandersetzen und untersuchen wie sie sich auf Braunschweig übertragen lassen. Unser Ziel ist es herauszufinden, was wir als Einzelpersonen durch Stadtinterventionen beisteuern können, um unser Quartier/ unsere Stadt/ unsere Region in einer zukunftsweisenden (gemeinwohlorientierten) Entwicklung zu fördern?

Wir nehmen unter die Lupe:
1. ein bisschen Theorie:
Die Neue Leipzig Charta – eine Leitlinie für gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung – und die derzeitige Verteilung von Raum und Ressourcen
2. Best-Practice Beispiele (theoretisch und praktisch) in Braunschweig und Umgebung kennenlernen
3. uns selbst und unsere Verantwortung als Gestalter*innen

und wir werden aktiv.

Ansprechpartnerinnen:
Hannah Hemsing
Saskia Tödter

In mehreren Kursen werden digitale Entwurfsmethoden und Präsentationsformate gelehrt, die euch auf das folgende Semester vorbereiten sollen um schneller und tiefer in Entwürfe und Seminare einsteigen zu können.

Die nächste prepWEEK 22/1 findet Anfang April vom
04.04.2022 – 08.04.2022, jeweils von 9:00 bis 16:00 statt.

Grasshopper mit Johannes Petersen
InDesign mit Hannah Cerbe
V-Ray mit Fabian Bähr
ArchiCAD mit Luzia Gödde
Fotographie mit Tjark Spille

Die Anmeldung erfolgt ab sofort bis einschließlich zum 23.3. auf Stud.IP.

Ansprechpartnerin:

Christin Bolling

Im Zuge des Städtebaulichen Projekts stellten sich 73 Studierende letztes Wintersemester die Frage, wie eine Nachverdichtung der größten inner-städtischen Entwicklungsfläche – der BAHNSTADT Braunschweig – aussehen könnte. 
Das Areal südlich des Hauptbahnhofes ist geprägt durch die Geschichte der Bahn, die Nähe zur Innenstadt, sowie den direkten Anschluss an den Wilhelminischen Ring und das Braunschweiger Ringgleis. Mit diesen Voraussetzungen hatten die Studierenden die Möglichkeit ein stadtteilverbindendes Quartier mit starker Identität zu entwickeln. 
Die Auseinandersetzung mit verschiedenen Herausforderungen wie Höhenunterschiede im Areal und die Lärmbelästigung durch den Schienenverkehr oder die Autobahn haben die Studierenden nicht verzweifeln lassen, sondern ermutigten sie innovative, nachhaltige und zukunftsorientierte Lösungsansätze zu finden. 
Im Laufe des Semesters entstanden Stadträume, die vielfältig, kulturell und lebendig sind, wo neue Formen des Wohnens und Arbeitens stattfinden und in denen geforscht und produziert werden kann.
Die Ergebnisse des Städtebaulichen Projektes „BAHNSTADT Braunschweig“ aus dem Wintersemester 2020/2021 sind jetzt in der Publikation zu sehen. Alle Studierende, die an dem SP am ISE teilgenommen haben, können sich die Bücher kostenlos am Donnerstag 16.12.2021 zwischen 10:00 Uhr und 16:00 Uhr am ISE abholen!

Wir gratulieren Euch zu tollen Entwürfen und wünschen Frohe Festtage!

Am Alten Schlachthof

Die Stadt Magdeburg bietet durch ihre zentrale Lage innerhalb Deutschlands, ihrer guten verkehrlichen Anbindungen an unterschiedliche Verkehrsträger, sowie ihrer Lagegunst an der Elbe hohe Qualitäten und Entwicklungspotentiale. Gleichzeitig bestehen zahlreiche innerstädtische Leerstellen innerhalb des Stadtgefüges die eine Vernetzung von Stadtquartieren verhindern.

Eine dieser Leerstellen befindet sich westlich der Magdeburger Innenstadt auf dem ehemaligen Schlachthofgelände im Stadtteil Stadtfeld Ost.

Das Entwurfsareal liegt in unmittelbarer Nähe zur Magdeburger Innenstadt und dem den Stadtkern umgebenden Grüngürtel. Es umfasst circa 30ha und bildet mit dem historischen Bestand und der Lage im Stadtkontext das Potenzial eines dynamischen Entwicklungsraumes für Kultur, Freizeit und Begegnung, neues Wohnen, Arbeiten und Bildung, kurzum: für einen vielfältigen und lebendigen neuen Stadtbaustein mit eigenständiger Identität und Atmosphäre.

Mit der Entwicklung des ehemaligen Schlachthofareals besteht die Möglichkeit einen neuen programmatischen Schwerpunkt mit gesamtstädtischer Bedeutung zu setzen. Es gilt einen neuen Anziehungspunkt mit zeitgemäßen Wohnformen zu schaffen, der den Zuzug neuer Bürger*innen nach Magdeburg fördert, als auch dazu beiträgt, neue Perspektiven für Menschen zu schaffen, die beispielsweise nach der Ausbildung in der Stadt bleiben möchten. Der Fokus liegt dabei auf der Erweiterung des urbanen Charakters des gründerzeitlich geprägten Stadtfeldes Ost in Verbindung mit den identitätsstiftenden Bestandsgebäuden und dem sensiblen Umgang mit diesen.

Die Entwicklung Magdeburgs ist stark geprägt durch die Industriegeschichte und dem Einfluss damaligen Stadtbaurat Bruno Taut. Die in dieser Zeit entstandenen Gebäude bilden heute eine identitätsgebende Gebäudesubstanz aus. Insbesondere die ehemaligen Schlachthallen und Stallanlagen aus den 1890er Jahren sowie die von Taut entworfene Mehrzweckhalle, die unter anderem als Austragungsort vom Handballerstligisten SC Magdeburg genutzt wurde, prägen die Charakteristik des Areals.

Auf Basis einer Bedarfsanalyse zu Beginn des Entwurfes ist ein Nutzungskonzept für das Areal zu entwickeln. Was wäre eine sinnvolle Ergänzung der in der Stadt und dem Stadtteil bereits vorhandenen Nutzungen? Denkbar ist, einen „Gegenpol“ zum am Elbufer entstehenden Wissenschaftshafen zu schaffen, der das kulturelle und soziale Angebot in gänzlich anderer Atmosphäre programmatisch ergänzt. Optional ist dabei die Verortung einer von der Stadt geplanten Akademie für Musik und Darstellende Kunst sowie eine Synagoge bzw. die Einbindung dieser in ein interreligiöses Zentrum.

Eine große Bedeutung kommt dabei dem Freiraum im urbanen und landschaftlich geprägten Kontext zu. Es sollte dabei das auf Grund der hohen Dichte im Stadtfeld Ost vorhandene Grünraumdefizit ausgeglichen werden. Das Areal sollte zudem vor dem Hintergrund aktueller und zukünftiger sozialer und klimatischer Problemstellungen entwickelt werden.

Einführungsveranstaltung
Di. 26.10.2021, 14 Uhr

Exkursion
nach Magdeburg am 03.11.2021

Korrekturen
mittwochs

Planabgabe digital
Di. 08.02.2022 bis 12 Uhr

Modellabgabe im ISE
Di. 15.02.2022 bis 12 Uhr

Präsentation
ab 08.03.2022 bis 10.03.2022

Betreuung
Florian Holik, Charlotte Namuth

Erstprüfer
Prof. Uwe Brederlau

Zweitprüfer
N.N.

Ansprechpartnerin:

Charlotte Namuth

Johannes-Göderitz-Preis 2021/22
Die Zukunft der großen Straße, Hannover
Wintersemester 2021/2022

„Das Wunder von Hannover“ lautete ein Titel aus dem SPIEGEL im Jahr 1959. Hintergrund war die kompromisslose, damals als fortschrittlich empfundene, Umsetzung der Vision der autogerechten Stadt durch den damaligen Stadtbaurat Rudolf Hillebrecht. Entstanden ist ein mehrspuriger Ring um die Innenstadt Hannovers, für dessen Bau historische Bausubstanz in erheblichem Umfang geopfert wurde. Ausgehend von diesem Ring verbinden breite Verkehrsachsen die Innenstadt mit dem Fernverkehr und der Region.

Diese Straßen sind keineswegs eine Besonderheit der Stadt Hannover. Sie prägen das Stadtbild nahezu jeder deutschen Großstadt und damit den Alltag vieler Menschen. Diese Straßen und ihre angrenzende Bebauung sind ganz der Logik des motorisierten Individualverkehrs unterworfen. Sie sind stark durch Lärm und Feinstaub belastet und wirken wie kaum überwindbare Barrieren im städtischen Gefüge. Doch was passiert mit diesen Straßen, wenn die Verkehrswende ihre ganze Wirkung entfalten würde?

Am Beispiel der Vahrenwalder Straße soll ein Blick in eine Zukunft nach der Mobilitätswende geworfen werden und eine Vision für die große Straße nach der autogerechten Stadt entwickelt werden.

BEARBEITUNG

Für die Teilnahme am Entwurf wird die Bearbeitung in Zweiergruppen und die Teilnahme an der begleitenden Mastervertiefung – Potenzialraum Straße – empfohlen. Der erste Termin wird unter anderem dazu genutzt die Bearbeitungsgruppen festzulegen.

TERMINE

Einführungsveranstaltung: 26.10.2021 um 14:00
Regeltermin: Dienstag ab 14:00
Abgabetermin Modell: 8.02.2022
Abgabetermin Pläne: 15.02.2022
Präsentation: 15.02.2022
Exkursion: 31.10.2021 – 01.11.2021 nach Hannover

AnsprechpartnerInnen

Marie Jacobsen
Janek Franz Ferdinand Meyer