Entwurfsprozesse setzen, vor allem im städtebaulichen Maßstab, eine analytische Phase voraus. Diese Phase zielt auf eine situative Beschreibung des Entwurfskontextes (Genius Loci), damit der Designvorschlag gut in das zu planende Areal integriert werden kann.

Neben verschiedenen Methoden zur Abbildung städtebaulicher Qualitäten und Möglichkeiten, dient eine differenzierte Analyse der zugrundeliegenden Städtebaulichen Struktur dem besseren Verständnis des (urbanen) Kontexts, und bietet damit die Basis für eine fundierte Lösung der eigenen Entwurfsaufgabe. Eine strukturelle Beschreibung von komplexen Situationen ermöglicht – durch Varianten und Szenarien – das Ausloten und Darstellen von systemimmanenten Potentialen.

In einem fünfstufigen Abstraktionsprozess wollen wir aus beobachteten räumlichen Situationen, mit Hilfe prototypischen Beschreibungen, der parametrischer Übersetzung und einer entsprechend dynamischen Szenarien-Analyse, ein idealtypisches Modell der zugrundeliegenden Struktur extrahieren.

OBSERVE ► DESCRIBE ► CODE ► VARY ► IDEALISE

Vorbehaltlich der Bewilligung von Studienqualitätsmitteln werden wir eine dreitägige Exkursion nach Wrocław durchführen.

TERMINE
Seminartag: Donnerstag
Auftakt: Donnerstag 05.04., 11 Uhr – ISE, 13.OG
Exkursion: 27. – 29.4.