Wohnquartier Glocksee

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„Wohnquartier Glocksee“ ist das Thema für eine lebendige Wohnlandschaft in Hannover, die zentrumsnah auf dem Gelände des jetzigen üstra-Betriebshofs Glocksee entwickelt werden soll. Das Gelände wird von der Stadt Hannover in ihrem städtebaulichen Rahmenplan „HannoverCity 2020“ als Potenzialfläche ausgewiesen. Die Auseinandersetzung mit den sich ändernden Ansprüchen der Bewohner und mit der Entstehung neuer Formen des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft ist die Voraussetzung für das Generieren innovativer urbaner Wohnkonzepte. Dazu werden Fragen nach neuen architektonischen und städtebaulichen Ordnungen, Formen, Typologien und Organisationen zu beantworten sein.
Begrenzt von Ihme und Leine liegt das Entwurfsgrundstück in einem Spannungsfeld zwischen Quartieren mit unterschiedlichen Charakteren: Der Altstadt mit den dazwischenliegenden Wohnquartieren der Calenberger Neustadt im Westen, dem Stadtteil Linden-Nord mit seinen Industriebetrieben und Arbeiterquartieren im Osten, der städtebaulichen Großform des Ihmezentrums im Süden, sowie Universitätssportanlagen und Georgengarten im Norden.
Der Entwurf wird durch aufeinander aufbauende Teilaufgaben strukturiert. Nach einer eingehenden Analyse, erfolgt der Einstieg in das städtebauliche Arbeiten durch eine abstrakte Vorübung. In einer Synthese werden alle gewonnenen Erkenntnisse im Zusammenhang als städtebaulicher Entwurf ausgearbeitet. In begleitenden Übungen werden unterschiedliche Aspekte des Städtebaus erarbeitet und diskutiert.
Auftakt des Projekts bildet die Exkursion nach Hannover, in der die Wahrnehmung von Stadtraum geschärft und die Vielschichtigkeit urbaner Räume erlebt werden soll. Wir besichtigen die Hannoveraner Stadtmodelle im Rathaus und erkunden das Entwurfsareal sowie die angrenzenden Quartiere.

Betreuung:
Prof. U. Brederlau, S. Franzke, F. Holik, S. Lubahn, J. Nestler
Abgabetermin: 22.01.2013

Nachfolgende Galerie zeigt Entwürfe von: Dinah Fray und Jelena Anna Patzelt, Till Griesemann und Lars Philip Koop, Jan Hoyer und Christian Sindt, Sulafa Isa und Paulin Sensmeier, Kristina Öhlmann und Julia Petersamer

Wohnen +

Ferienentwurf, Rückzug in die Innenstadt

Wohnen in der Stadt, mit kurzen Wegen und privatem Freiraum – die Nachfrage nach Wohntypologien, die die Vorzüge des innerstädtischen Wohnens (Versorgung, kurze Wege, Soziale Interaktion, Service) mit den Vorzügen des Wohnens in der Vorstadt (Individualität, Privatsphäre, Raum, Unabhängigkeit) verbinden nimmt zu. Der Umkehr des Trends zur Zersiedelung der Landschaft zurück in die Stadt steht jedoch oft ein Mangel an entsprechenden Angeboten entgegen.

Im Hinblick auf die Notwendigkeit zur Einsparung von Ressourcen, vor allem der Energie, aber auch der Zeit, des Flächenverbrauchs und deren Versiegelung, ist die Schaffung von innerstädtischen Wohnformen die gegenwärtige Aufgabe, die sich den Städten stellt.

Ressourcenschonendes Bauen ist ein Bauen von offenen Räumen: Die Anforderungen an Stadt- und Wohnräume sind sehr unterschiedlich und Veränderungen unterworfen. Hierfür gilt es offene und anpassbare Typologien in verdichteter Form im städtischen Kontext zu entwickeln, deren Flexibilität sich ändernden Nutzungsanforderungen (Größenzuschnitt, Art der Nutzung) gerecht wird. Es ist ein innovativer und einprägsamer Ort zu schaffen, an dem experimentell neue Baustrukturen auslotet werden.

Ort des Entwurfs ist ein zentrumsnahes Areal in Hannover, das sich mit dem aktuellen städtebaulichen Rahmenplan Hannover City 2020+ die Stärkung des innerstädtischen Wohnens zum Ziel gesetzt hat.

Die nachfolgende Galerie zeigt Entwurfsergebnisse von: Kerstin Osterwaldt, Sinja Stöckmann und Fatjona Muca