EnEff Campus: blueMAP TU BRAUNSCHWEIG

Integraler energetischer Masterplan TUBS 2020/2050

Die ganzheitliche energiegerechte Sanierung der europäischen Stadt ist ein Schlüsselthema zur Umsetzung der Energiewende in Deutschland. Am Beispiel des innerstädtischen Campus der TU Braunschweig sollen beispielhaft Planungs- und Optimierungsmethoden zur Verbesserung der Energieeffizienz von Stadtquartieren entwickelt werden. Aufbauend auf der evaluierten Ausgangssituation werden Szenarien zur Reduzierung des Energieverbrauchs, dem rationellen Energieeinsatz und der Nutzung erneuerbarer Energiequellen auf dem Hochschulcampus unter ökologischen und ökonomischen Randbedingungen untersucht. Dies erfolgt in einem interdisziplinär aufgestellten Team aus Architekten und Städtebauplanern, Maschinenbauingenieuren, Elektrotechnikern usw. In den kommenden 2½ Jahren wird ein energetischer Masterplan erstellt. Um den Anspruch der wissenschaftlichen Einrichtungen bei der Planung und Erarbeitung innovativer Konzepte zu dokumentieren, werden die politisch vorgegebenen Teilziele, z.B. für die Reduzierung von CO2 Emissionen bis 2020, verdoppelt und Visionen für eine nachhaltige Energieversorgung des Campus bis 2050 entwickelt. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist dabei auf allen Gebieten eng mit der Lehre verbunden.

Das Campusprojekt blueMAP der TU Braunschweig ist dabei hervorragend mit regionalen und überregionalen Klimaschutzaktivitäten wie z.B. der Modellregion 100% Erneuerbar, dem Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (NFF) und der Volkswagen AG vernetzt.

Projektziel
Für den Campus der Technischen Universität Braunschweig wird ein `Integraler Energetischer Masterplan` entwickelt. Dabei werden auf Basis einer Bestandsaufnahme (Status 2010) Methoden und Werkzeuge zur mittelfristigen Reduzierung des Primärenergieverbrauchs um 40 % (Konzept 2020) und zur langfristigen Versorgung des Campus mit ausschließlich regenerativen Energien (Vision 2050) erarbeitet. Als Projektpartner ist der lokale Energieversorger in die konzeptionelle Planung eingebunden. Die interdisziplinären Methoden und Werkzeuge werden im Zuge des Projekts und der Umsetzung des Masterplans (Folgeprojekte Umsetzung & Monitoring) in der Lehre eingesetzt und an andere Hochschulen weitergegeben.

Die Bearbeitung des Forschungsvorhabens erfolgt in Kooperation mit dem Institut für Gebäude- und Solartechnik (IGS), Univ.-Prof. Dr.-Ing. M. Norbert Fisch, dem Institut für Psychologie (IfP), Univ.-Prof. Dr. Simone Kauffeld, dem Institut für Hochspannungstechnik und Elektrische Energieanlagen (elenia), Prof. Dr.-Ing. Michael Kurrat, dem Institut für Transportation Design (ITD), Prof. Dr. S. Rammler (HBK Braunschweig), dem Hochschul-Informations-System GmbH (HIS), dem Gebäudemanagement der TU Braunschweig (GB3) und der Synavision GmbH Aachen.

Laufzeit 01.04.2012 bis 30.09.2014

Förderung Bundesministerium für Wirtschaft und
Technologie (BMWi)

Wohnen am Olympiapark München

„Kompakt – Urban – Grün“ ist das Motto und gleichzeitig die implizierte Forderung einer innovativen und nachhaltigen Stadtentwicklung, da ein Ende des Wohnungsbedarfs in München langfristig nicht abzusehen ist. Für das Jahr 2030 wird ein Bevölkerungszuwachs von 150.000 Einwohnern prognostiziert.

Vor diesem Hintergrund soll ein urbanes Stadtquartier mit experimentellem Charakter entworfen werden, welches gleichermaßen dem Anspruch eines lebendigen Stadtteils mit starker Identität nachkommt sowie ökologischen, ökonomischen und sozialen Anforderungen gerecht wird. Neben horizontalen Verdichtungsformen sind auch vertikale Gebäudetypologien gefragt, die innerhalb des städtischen Kontextes identitätsstiftend sind.

Das Entwurfsareal befindet sich nordöstlich des Stadtzentrums und ist durch die äußerst prominente Lage am Olympiapark in direkter Nachbarschaft zum Olympiastadion an einer der Hauptausfallstraßen Münchens, der Dachauer Straße gekennzeichnet. Das Grundstück umfasst eine Fläche von ca. 29 ha.

Den programmatischen Schwerpunkt bildet eine intelligente und räumlich markante Ausarbeitung unterschiedlicher Wohnwelten, die außerhalb der etablierten und tradierten Muster entwickelt werden sollen. Ebenso  hohe Ansprüche werden an das Freiraumkonzept gestellt. Der bestehende Olympiapark soll in das Konzept integriert und sein Potenzial ausgenutzt werden.

Korreferentin Prof. Gabriele G. Kiefer

Die nachfolgende Galerie zeigt Entwurfsergebnisse von: Lukas Besser, Dominik Deister, Ann-Kristin Seck, Sinja Stöckmann und Amelie Wüstefeld

Wohnen am Nordbahnhof

 

Ein großes Potential zukünftiger Stadtenwicklung liegt im Bereich des nördlichen Ringgleises. Die Entscheidung der Braunschweiger Zeitung den derzeitigen Standort aufzugeben setzt ein Areal frei, welches aus städtebaulicher und landschaftarchitektonischer Sicht ein großes Entwicklungspotential birgt.
Auf dem Grundstück in unmittelbarer Nähe zum Nordbahnhof sollten Studierende ein neues Quartier entwickeln, das neue Möglichkeitsräume für zukünftige Formen des Zusammenlebens eröffnet und eine Weiterführung des Ringgleisausbaus und dessen Anbindung an die Stadt in besonderder Weise einbezieht.
Der Schwerpunkt Wohnen sollte dabei mit Gewerbe und Freizeitangeboten zu einem Areal mit hoher Lebensqualität und eigenständiger Identität verknüpft werden, das von der Lage am ehemaligen Ringgleis, dem neuen Grüngürtel für Erholung und Freizeit, zusätzlich profitiert.
Wir stellen unter dem Titel Wohnen am Nordbahnhof fünf unterschiedliche Entwürfsansätze vor, die die ortsspezifischen Potentiale auf unterschiedliche Arten ausloten ein breites Spektrum zukünftiger Entwicklungsszenarien dieses Stadtquartiers aufzeigen.

Die nachfolgende Galerie zeigt Ausschnitte der Entwürfe von: Anna Wietfield, Janina Lyszio und Elgün Hülya

„Braunschweigs Zukunft liegt am Ringgleis“

 

In dem Artikel wird Kritik an der Arbeit der Stadt- und Grünplanung der Stadt Braunschweig geübt. Dieser negativen Kritik schließen wir uns nicht an. Im Gegenteil, es ist offensichtlich, dass die Entwicklung der Ringgleistrasse von den Fachbereichen für Stadtplanung und Stadtgrün mit erheblichem Engagement betrieben wird. Ein großer Anteil der Initiativen kommt von dort, was die bereits realisierten Abschnitte eindrücklich belegen.

Artikel in der Braunschweiger Zeitung, 08.08.2012

Download Artikel 

 

Radiosendung zum Braunschweiger Ringgleis von NDR INFO

Forum Ringgleis

Entwurf von Martin Franck, Hendrik Lindemann und Simona Schröder  im Rahmen der Ausstellung „Braunschweiger Ringgleis : Realitäten. Wünsche. Konzepte.“

„Einmalig in ganz Europa ist Braunschweig nicht nur von einem Verkehrsring für Automobile sondern auch von einem zweiten geschlossenen Ring, einer umlaufenden Gleisstrasse, umgeben. Da jedoch in manchen Abschnitten bereits seit mehreren Jahrzehnten kein Zugverkehr mehr herrscht, entstand unter Anregung der Bürger und deren großem Engagement die Idee der Umnutzung des Ringgleises zu einem den Stadtkern umschließenden Naherholunsgebiet mit Fuß- und Radweg. Das Ziel ist die komplette Erschließung und Reaktivierung des ehemaligen Ringgleises auf einer geschlossenen Strecke von 19,2 km um die Braunschweiger Innenstadt.
Im Zusammenhang mit dem Projekt „Soziale Stadt im Westlichen Ringgebiet“ 2001 wurden die ersten Abschnitte der Umnutzung der Gleisanlagen durch Bürgerengagement ab 2003 verwirklicht. Die Schnittstelle des Ringgleises mit der Hugo-Luther-Straße ist der repräsentative Startpunkt des Ringgleisabschnitts West in Interaktion mit dem den Westbahnhof umgebenden Areal(ab 2007 realisiert) und den geplanten, an den Bereich anschließenden Interaktionen wie der Zeitschiene, einem Jugendplatz, einem Interkultureller Garten und ein Mehrgenerationenpark. Die hohe Bürgerbeteiligung und die bemerkenswerte Anzahl an Initiativen, Vereinen und Institutionen beweist das große Interesse an der Umsetzung des Ringgleises sowie daran anschließende Um- und Neunutzungsideen. Ein gemeinsamer Ort der Zusammenkunft und des Austausches der einzelnen Akteure fehlt jedoch.
Es bedarf einer Kommunikationplattform zwischen Stadt und Akteuren um eine Identifikation der Bürger mit dem Projekt Ringgleis zu erreichen. Es muss einen Ort, ein Zentrum am Ringgleis geben, an dem neue Ideen entwickelt, diskutiert und ausgestellt werden können. Die Konzepte und Visionen sollten nicht allein über die Zeitung und das Internet, sondern an einem zentralen Treffpunkt kommuniziert und publiziert werden, um neues Interesse zu wecken und das Engagement der Bürger noch zu verstärken.
Das ,Forum Ringgleis‘ stellt nicht allein den repräsentativen Startpunkt für das sich um die gesamte Stadt Braunschweig entwickelnde Ringgleis dar, sondern bildet zugleich eine neue Mitte, einen Quartiersplatz für das westliche Ringgebiet aus. Im folgenden möchte wir Ihnen unseren andauernden Arbeitsprozess der Idee eines ‚Forum Ringgleis‘ von der Analyse des Quartiers, über Modellstudien bis zur architektonischen Interpretation und Ausformulierung von Nutzungsbeispielen darlegen.“ (Erläuterungstext der Entwurfsverfasser)

Ausstellungseröffnung „Braunschweiger Ringgleis : Realitäten. Wünsche. Konzepte.“

Ausstellungseröffnung, Jurysitzung únd Preisverleihung am 10.07.2012 in der „Fliegerhalle“
Preisverleihung Braunschweiger Ringgleis

Ringsum Braunschweig waren im 19. Jahrhundert große Industriebetriebe durch ein 17km langes „Ringgleis“ verbunden. Um diese Perlenkette der einstigen Braunschweiger Industriekultur wiederzubeleben, haben Studierende der HBK (Industriedesign, Kunstwissenschaften) und der TU (Institut für Städtebau und Entwurfsmethodik) Vorschläge für künstlerische und urbanistische Interventionen erarbeitet. Sie haben Konzepte für einen Industrie-Lehrpfad, für öffentliche Freiräume mit situativen Nutzungen sowie für neue Stadtquartiere entwickelt. Die Gestaltungsvorschläge reichen von Open-Air-Kinos bis zum Urban Gardening, von mobilen Ausstellungsgebäuden bis hin zu Entwürfen für einprägsame Landmarken und Arbeiten der „site specific art“.

Die Ergebenisse des von der Stadt Braunschweig ausgelobten interdisziplinären Wettbewerbes wurden am 10.07.2012 der Jury vorgestellt und prämiert. Hierbei wurde zwischen den Projekten des Städtebaulichen Entwurfs „Wohnen am Nordbahnhof“ von den Gestaltungsvorschlägen für das Ringgleis zu differenziert.

Jurymitglieder

1. Gerhard Auer (Professor a.D. für Grundlagen des Entwerfens der,  Department Architektur der TU Braunschweig)
2. Ulrich Prote (Stadt Braunschweig, Fachbereich Stadtgrün)
3. Ina Ockel (Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz, Abteilung Stadtplanung)
4. Wilhelm Meister (Zeitschiene)
5. Prof. Thies Krüger (Gastprofessor Industrial Design)
Folgende Projekte wurden durch die Jury ausgezeichnet:

Preisträger des Themenkomplex „Wohnen am Nordbahnhof“

Platz 1 (700€): Anna-Laura Wietfeld
Platz 2 (500€): Janina Lyszio
Platz 3 (300€): Hülya Elgün

Preisträger des Themenkomplex „Ringgleisprojekte“

Platz 1 (600€): „Ringgleismuseum“, Klara Lokaj
Platz 2 (300€): „Ringgleisgarten“, Kaja Adu/ Hülya Elgün / Sara Klemens/ Viktoria Kramer/ Juliane-Marie Nickel
Platz 2 (300€): „Skyart“, Ansgar Geile/ Anna-Laura Wietfeld
Platz 2 (300€): „Ringgleiskino“, Elena Braun/ Gudrun Lischkewitz

Fotos der Ausstellungseröffnung am 10.07.2012

Braunschweiger Ringgleis: Realitäten. Wünsche. Konzepte.

Download Flyer zur Ausstellung im Rahmen des HBK-Rundgangs 2012

Kooperationsprojekt der TU und HBK Braunschweig

Institut für Städtebau und Entwurfsmethodik, Institut für Kunstwissenschaft, Industrial Design

Ausstellung vom 10. bis 15.07.2012 (Eröffnung 10.07.2012, 17.00Uhr) in der „Fliegerhalle“ am Westbahnhof (zu Fuß von der HBK über das Ringgleis erreichbar, keine Parkplätze für Pkw‘s vorhanden!)
Öffnungszeiten: täglich 14 – 20Uhr

Ringsum Braunschweig waren im 19. Jahrhundert große Industriebetriebe durch ein 17km langes „Ringgleis“ verbunden. Um diese Perlenkette der einstigen Braunschweiger Industriekultur wiederzubeleben, machen Studierende der HBK (Industriedesign, Kunstwissenschaften) und der TU (Institut für Städtebau und Entwurfsmethodik) Vorschläge für künstlerische und urbanistische Interventionen. Sie entwickeln Konzepte für einen Industrie-Lehrpfad, für öffentliche Freiräume mit situativen Nutzungen sowie für neue Stadtquartiere. Die Gestaltungsvorschläge reichen von Open-Air-Kinos bis zum Urban Gardening, von mobilen Ausstellungsgebäuden bis hin zu Entwürfen für einprägsame Landmarken und Arbeiten der „site specific art“.

Mit Projekten von: Kaja Adu, Ehsan Aghdami, Jan Beetz, Elena Braun, André Cramer, Mariano Eckert, Hülya Elgün, Martin Franck, Ansgar Geile, Sara Klemens,Viktoria Kramer, Hendrik Lindemann, Gudrun Lischkewitz, Klara Lokaj, Janina Lyszio, Mike Menke, Juliane-Marie Nickel, Aleksandra Novakovic, Paula Pohle, Simona Schröder, Julia Teichmann, Delia Theoklidis, Anna-Laura Wietfeld

Vielen Dank für die Projektinitiative und Unterstützung der Stadt Braunschweig!

 

Barrios Bajos

///// Little Venice

 

Martin Labitzke

 

Der Entwurfsverfasser schreibt hierzu

… „Barrios Bajos ( Valdivia ) wurde in seiner älteren aber auch jüngeren Geschichte des Öfteren von Erdbeben und somit auch von starken Überflutungen betroffen war, die aber auch von starken Niederschlägen in den Wintermonaten herrühren, bestand die Idee eine großräumliche Intervention innerhalb des Stadtteils zu unternehmen. Diese Intervention hat die Absicht, die Problematik der Überflutung zu mindern – ein Kanal entlang der gefährdeten Überflutungszonen bis zur Uferkante wird gelegt. Größere Becken dienen dabei als Hauptauffang und räumlicher Abschluss des Kanals, der einen Tiefgang von 4m hat ( bei „normalem“ Wasserstand ). Auf dem Kanal ist das Befahren nur von kleineren Schnellbooten / Wassertaxen möglich. Da große Bereiche von Barios Bajos topographisch tiefer liegen, hat das angestaute Wasser kaum eine Möglichkeit schnell abzufließen, demzufolge dient der Kanal u.a. als Abfluss für das Hochwasser. Neben der rein funktionalen Betrachtungsweise des Kanals soll er dem Stadtteil eine neue Identität verleihen und neue Ökonomien ermöglichen. Hierbei spielt zum einen die bereits erwähnte Abhängigkeit von benachbarten Stadtteilen eine Rolle ( Arbeit, Konsum etc. ) und zum andern, wie das große Erdbeben von 1960 zeigte, den Charakter von Barios Bajos verwandelt hat. Der Kanal kann dem Ort wieder besondere Eigenschaften zurückgeben, wie der Transportweg auf dem Wasser, Promenaden entlang des Wassers und die ökonomische Ausnutzung des Kanals durch z.B. Gastronomien – in gewisser Weise dienen die Wasserstraßen von Venedig als atmosphärisches Vorbild.

Organisation / Struktur

Durch die Problematik der Hochwassersituation werden stark gefährdete Gebiete auf weniger gefährdete umgesiedelt. Dabei werden die Zonen, die abgebaut werden, in den ersten Generationen nicht neu besiedelt, sondern erst dann, wenn die zu besiedelnde Gebiete voll gesättigt sind. Des weiteren werden Gebäude entwickelt, die die Charakteristik von Mehr- bzw. flexible Nutzungen beinhalten. Dabei soll der Gedanke des momentanen kostengünstigen und zum Selbstbauprinzip ( Informelles Bauen ) berücksichtigt werden. Die Dualität, Pluralität und Dichte an Nutzungen innerhalb des Untersuchungsgebietes erlaubt es Wege zu verkürzen. Die Erreichbarkeit wird demzufolge erleichtert und aufgrund der verkürzten Wege werden folglich Ressourcen und somit auch die Umwelt geschont. Die Pluralität, Flexibilität und Leerräume sind Ausdruck einer offenen Stadt / Struktur, die sich möglichen Veränderungen anpassen kann. Trotz geplanter Strukturen sollen diese möglichst porös und offen sein um Entscheidungsfreiheiten des einzelnen Individuums zu gewährleisten. Der soziale Gemeinschaftsgedanke spielt hierbei eine wesentliche Rolle. Dabei spielen öffentliche Räume und Freizeitangebote ( Sportanlagen ) eine erhebliche Rolle, die momentan leider nur im geringen Maße vorhanden sind. Diese müssen, neben teilweise mangelnden medizinischen Versorgung dementsprechend geschaffen werden. Grünflächen sollen wieder für die Allgemeinheit freigelegt werden um das Allgemeinwohl innerhalb des Stadtgebietes zu steigern. Freigelegte Grundstücke können als temporäre Gärten oder kleine Ackerflächen für den Eigenbedarf angelegt werden. Das Großgrundstück am südöstlichsten Rand des eingeengten Untersuchungsgebietes dient dabei sogar als kommerziell genutzte Agrarfläche. Barios Bajos soll unabhängiger durch die Schaffung neuer Ökönomien werden.“ …

Trainspotting

Bahnhofsquartier Bremen

„Bremen! Lebenswert – urban – vernetzt“ ist Bremens städtebauliches Leitbild für das Jahr 2020. Unter diesem Motto betreibt die Hansestadt eine aktive Stadtentwicklungspolitik. Sichtbar wird das in der Gestaltung neuer Quartiere wie der 300 ha großen Überseestadt, in der Erneuerung bestehender Großwohnsiedlungen wie Osterholz-Tenever bis hin zu einer Neupositionierung der City im Zuge eines Innenstadtkonzepts.
In direkter Nähe zum Hauptbahnhof befindet sich eines der letzten innenstadtnahen Entwicklungsareale, welches durch Umstrukturierungsmaßnahmen des Güterverkehrs freigesetzt wurde. Das 23 ha große, westlich des Hauptbahnhofs gelegene Diplomareal wird durch die Bahntrassen im Norden und durch die Hochstraße im Süden vom Stadtkorpus isoliert und erfährt dadurch seine Prägung als Transitraum. Die Bahnhofsvorstadt ist dabei ein Ort der Gegensätze und der sozialen als auch ökonomischen Probleme. Gleichzeitig stellt dieser Raum einen wichtigen Zugang zur Innenstadt dar.
Ziel ist es also ein zukunftsfähiges und lebenswertes Stadtquartier zu entwickeln, das den Ansprüchen nach einem urbanen Stadtkörper als auch ökologischen, ökonomischen und sozialen Anforderungen gerecht wird. Das Quartier ist in das bestehende Stadtgefüge zu integrieren und soll sich mit einer eigenen Identität im Bewusstsein der Stadt verankern.
Erste Impulse wurden bereits durch Zwischennutzungen im Bereich der Kreativwirtschaft gesetzt. Aktuell arbeiten hier über 100 Künstler in etwa 60 Ateliers. 2011 wurde in dem Zentrum für freischaffende Künstler/innen bereits der 7. Bremer Kunstfrühling durchgeführt.
Vor diesem Hintergrund soll ein neues Stadtquartier entwickelt werden, das im Schwerpunkt für Künstler und Kulturschaffende geeigneten Lebens- und Arbeitsraum zur Verfügung stellt. Hochwertige Arbeitsplätze im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie innovativer Wohnraum können von der zentralen Lage und der von Transit geprägten Charakteristik des Ortes profitieren. Vorhandene Impulse wie die Konzepte der „ZwischenZeitZentrale“ oder der „Bremer Kunstfrühling“ sollen dabei aufgenommen und in diesem von Transit geprägten Stadtgefüge weiterentwickelt werden.

Korreferent Prof. Rolf Schuster

Niemandsland

Wohnquartier Prenzlauer Berg

Unter dem Titel „Niemandsland“ beschäftigen wir uns mit einem Areal in Berlin, das durch die Lage am ehemaligen Grenzverlauf und in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Botschaftsviertel der DDR gekennzeichnet ist. Hier sollen innovative und flexible Konzepte für die Hauptstadt gefunden werden, die neue Formen des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft berücksichtigen und den sich ändernden Ansprüchen der Bewohner gerecht werden, wobei der programmatische Schwerpunkt auf dem Thema Wohnen liegt. Gleichzeitig soll die Auseinandersetzung mit historischen Versatzstücken der Stadt in den Entwurf einfließen.
Auftakt des Projekts bildet die Exkursion nach Berlin, in der die Wahrnehmung von Stadtraum geschärft und die Vielschichtigkeit urbaner Räume erlebt werden soll. Wir besichtigen die Berliner Stadtmodelle in der Senatsverwaltung und erkunden das Entwurfsareal.
Der Entwurf wird durch aufeinander aufbauende Teilaufgaben strukturiert. Nach einer eingehenden Analyse, erfolgt der Einstieg in das städtebauliche Arbeiten durch eine abstrakten Vorübung. In einer Synthese werden alle gewonnenen Erkenntnisse im Zusammenhang als städtebaulicher Entwurf ausgearbeitet.
In begleitenden Übungen werden unterschiedliche Aspekte des Städtebaus erarbeitet und diskutiert.

Ergebnisse von Tobias Leunig + Simon Krauß, Jan Kuchcinski + Fin Morten Ohlsen, Laura Freiling + Larissa Geilen, Ann-Kristin Seck + Amelie Wüstefeld

Wohnen +

Ferienentwurf, Rückzug in die Innenstadt

Wohnen in der Stadt, mit kurzen Wegen und privatem Freiraum – die Nachfrage nach Wohntypologien, die die Vorzüge des innerstädtischen Wohnens (Versorgung, kurze Wege, Soziale Interaktion, Service) mit den Vorzügen des Wohnens in der Vorstadt (Individualität, Privatsphäre, Raum, Unabhängigkeit) verbinden nimmt zu. Der Umkehr des Trends zur Zersiedelung der Landschaft zurück in die Stadt steht jedoch oft ein Mangel an entsprechenden Angeboten entgegen.

Im Hinblick auf die Notwendigkeit zur Einsparung von Ressourcen, vor allem der Energie, aber auch der Zeit, des Flächenverbrauchs und deren Versiegelung, ist die Schaffung von innerstädtischen Wohnformen die gegenwärtige Aufgabe, die sich den Städten stellt.

Ressourcenschonendes Bauen ist ein Bauen von offenen Räumen: Die Anforderungen an Stadt- und Wohnräume sind sehr unterschiedlich und Veränderungen unterworfen. Hierfür gilt es offene und anpassbare Typologien in verdichteter Form im städtischen Kontext zu entwickeln, deren Flexibilität sich ändernden Nutzungsanforderungen (Größenzuschnitt, Art der Nutzung) gerecht wird. Es ist ein innovativer und einprägsamer Ort zu schaffen, an dem experimentell neue Baustrukturen auslotet werden.

Ort des Entwurfs ist ein zentrumsnahes Areal in Hannover, das sich mit dem aktuellen städtebaulichen Rahmenplan Hannover City 2020+ die Stärkung des innerstädtischen Wohnens zum Ziel gesetzt hat.

Die nachfolgende Galerie zeigt Entwurfsergebnisse von: Kerstin Osterwaldt, Sinja Stöckmann und Fatjona Muca