FREILADEBAHNHOF OST – LEIPZIG

Durch die Reorganisation von Stadt, wie die Aufgabe industrieller Flächen oder den Bau von Infrastrukturen, entstehen Konversionsflächen, die für neue urbane Aktivitäten genutzt werden können. Das ca. 30ha große Ent-wurfsareal des alten Freiladebahnhofs Ost befindet sich in direktem Umfeld des Hauptbahnhofes, der Innenstadt und der Neustadt und soll damit für die zukünftige städtebauliche Entwicklung Leipzigs von hoher Bedeutung. Hier beginnt auch der Parkbogen Ost, ein 5 Kilometer langer qualifizierter Freiraum. Diese strukturgebende Wegeverbindung qualifiziert heterogene Quartiere im Leipziger Osten und setzt Arbeitsstätten, Grünanlagen und besondere Baudenkmäler in Beziehung.

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from cotton to culture #02

masterthesis

 

Kreativquartier Leipzig Plagwitz/Lindenau

Leipzig gehört zu den dynamischsten Großstädten Europas und bietet Tradition und Innovation auf engstem Raum. Sie ist die älteste Messestadt der Welt, Stadt des Buches, die ehemalige Wirkungsstätte Bachs und Goethes und mit der Hochschule für Grafik und Buchkunst die Wiege der „Leipziger Schule“. Mit dem neuen Messegelände, dem neuen Museum für bildende Künste, mit der Ansiedlung von BMW und Porsche, mit einem der modernsten Verkehrsflughäfen Europas und dem neuen City-Tunnel gibt es zahlreiche Impulse für einen weiter wachsenden Kreativ-, Wissens- und Wirtschaftsstandort.
Besonders der Leipziger Westen erlebt eine Renaissance. Hier wurde im 19. Jahrhundert der wirtschaftliche Erfolg Leipzigs begründet. Zwischen 1860 und 1900 begünstigte der Ausbau der Infrastruktur die Ansiedlung einer Vielzahl neuer Industriebetriebe und Plagwitz entwickelte sich von einem Vorort zu einem dichtbesiedelten Stadtteil Leipzigs. Nach der friedlichen Revolution und dem damit verbundenen Niedergang der traditionellen Industrielandschaft verzeichneten weite Bereiche Leerstand und Brachen. Als mit dem internationalen Erfolg der „Neuen Leipziger Schule“ und ihrem bekanntesten Vertreter Neo Rauch Mitte der 1990er Jahre die Stadt Leipzig von Galeristen zur „Welthauptstadt der Kunst“ ausgerufen wurde, eroberten sich Studenten und Kreative die zahlreichen Freiräume und der Leerstand ist neuem Leben gewichen. Auf dem Gelände der ehemaligen Baumwollspinnerei hat sich eine rege Kunst- und Kulturszene etabliert, die dem gesamten Stadtteil eine eigenständige Prägung verleiht. Heute ist das ehemalige Leipziger Industriegebiet ein aufstrebender und schnell wachsender Stadtteil mit individuellem Charakter.
Das zu bearbeitende Areal erstreckt sich vom „Jahrtausendfeld“  im Osten entlang der „Spinnerei“ bis zur Lützner Straße im Westen und birgt große Potentiale einer Transformation und Reurbanisierung. Der das Grundstück begleitende Karl-Heine-Kanal verleiht dem Areal als stadtteilverbindendes Element sowie als wiederentdeckter Freizeit-und Erholungsraum eine hohe Freiraumqualität. Er entstand am Ende des 19.Jahrhunderts aus der Idee, Leipzig an das mitteleuropäische Gewässernetz anzuschließen. Der Karl-Heine-Kanal war als Verlängerung des Leipzig-Saale-Kanals vom Hafen Lindenau in Richtung Innenstadt geplant. Infolge des Zweiten Weltkrieges blieben sowohl die beiden Kanäle als auch der Hafen unvollendet, bis in den Jahren 1993-96 der Karl-Heine-Kanal saniert wurde und mit dem ersten Baggerbiss im September 2012 mit dem Durchstich zum Lindenauer Hafen begonnen wurde.
Die Aneignung dieses Raumes zum Kreativquartier mit innovativen Wohn-und Arbeitsformen sowie die Integration dieses Gebietes in den städtischen Kontext erfordern Strategien, die sich sowohl mit der besonderen Historie und aktuellen Prägung dieses Stadtteils, als auch den zukünftigen ökologischen, ökonomischen und sozialen Anforderungen auseinandersetzen, um den Ansprüchen eines zukunftsfähigen und räumlich hochwertigen Quartiers mit individuellem Quarakter nachzukommen.

Korreferent: Dr. Martin Peschken

ab 29.09.2014, Bekanntgabe der Themen online
07.10.2014, bis 16.00Uhr, Verbindliche Entscheidung in der Geschäftsstelle Architektur
08.-09.10.2014, Exkursion Leipzig (voraussichtlich)
16.10.2014, Ausgabe der Aufgabenstellung im iSE
27.11.2014, Ende der Rücktrittsfrist
05.03.2014, bis 12.00Uhr, Abgabe der Pläne iSE
12.03.2014, bis 12.00Uhr, Abgabe der Modelle iSE

 

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Wohnen gegen den Strom

Wohnen gegen den Strom, Leipzig

Entwurf eines innovativen urbanen Wohnviertels in verdichteter Form im städtischen Kontext, das die Komplexität heutiger Wohnweisen und die Vielfalt möglicher Veränderungsmuster gegenüber dem Standard – Geschosswohnungsbau auslotet und die Potentiale zur Neustrukturierung einer durch Abriss perforierten Stadtstruktur entwickelt. Kooperation mit der Stadt Leipzig.